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Mittwoch, 1. Juli 2020, 22:03

Deutschland bleibt zu Hause,

titelt das Handelsblatt und stellt fest:

"Die addierten Zahlen von Urlaubsportalen wie Check24 und ......., die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen, zeigen hingegen:

Die Buchungsanfragen lagen am Sonntag vergangener Woche 73 Prozent unter dem Vergleichstag des Vorjahres. Eine überraschende Entwicklung."

Mehr interessante Entwicklungen in dieser Problemlage:

https://amp2.handelsblatt.com/unternehme…e/25960736.html
"Wenn Corona morgen nicht vorbei ist, komme ich übermorgen wieder."
Helge Schneider

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cuate« (1. Juli 2020, 22:04)


2

Donnerstag, 2. Juli 2020, 08:34

Für mich nicht überraschend. :thumbsup:
Die Reiseanbieter haben es sich mit Ihrem Verhalten ggü dem Touri erst mal ziemlich verscherzt und glauben sie könnten jetzt mit 2,50€ Rabatt die Kunden einfach so
zu einer Pauschalreise ins Ausland überreden ? Nein, Nein so einfach ist es dann doch nicht zumal das Chaos immer weiter geht. Ich lese ständig von kurzfristigen Flugausfällen,
nicht öffnenden Hotels und scheinbar willkürlichen Stornierungen, was dem gründlichen deutschen Michel alles andere als Planungssicherheit gibt und nicht zu letzt liegt
ja immer noch das Virus in der Luft .....

Ich könnte mir auch gut Vorstellen, dass viele Leute gewisse Anschaffungen vorgezogen haben.
Ob es ein neues Auto (gute Rabatte) ist, oder andere Anschaffungen die der Pauschalreise Konkurrenz machen
Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn wieder alles gut wäre
H. Erhardt

WXYZ

Master Amigo

Beiträge: 4 286

Wohnort: Rheinland

Beruf: Unternehmensberater

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3

Donnerstag, 2. Juli 2020, 09:27

Die Gründe warum in diesem Jahr u.U. 70% bis 80% der bisherigen Touristen auf einen Urlaub rund um die Badewanne Mittelmeer verzichten, sind vielfältig und unterschiedlich. Vorrangig wird es bei vielen Touristen nicht unbedingt eine Entscheidung aus finanziellen Gründen sein, denn ein Urlaub in Deutschland oder in den Niederlanden ist nicht günstiger als ein Urlaub in E, GR, TR oder I . Ganz im Gegenteil, er ist deutlich teurer wenn man auch nur annähernd die gleichen Leistungen haben möchte.

* Viele Urlauber fühlen sich unwohl bei dem Gedanken in einem Mittelstrecken-Flieger mit eine 3:3 Bestuhlung, hautnahen Kontakt zu den anderen Fluggästen zu haben.

* Ein weiterer Grund ist auch der Sachverhalt, dass man im Flieger aktuell über die gesamte Flugzeit ein Maske tragen muss. Für manche Touristen eine Qual und ein Grund nicht in den Urlaub zu fliegen

* Mit Sorgen blicken einige Touristen auch auf die Situation in den Hotels. In Clubs und Resorts entfallen Kontakt-Sportarten. Für manche ist das Frühstücks-Buffet nicht zu ersetzen mit einem a la carte Frühstück. Gleiches gilt für das Essen am Abend in den Hotel-Restaurants. Unter Umständen kein Buffet mehr ? Für diverse Touristen ein no go. Der Gast hat Sorge vor Leistungs-Reduzierungen, die er nicht gewillt ist zu tragen. Auf lieb gewonnene Selbstverständlichkeiten, will man nicht verzichten.

* Angst haben einige Touristen auch vor der Gefahr einer möglichen Quarantäne im Hotel. Unter Umständen 14 Tage in einem Hotel in Spanien in Quarantäne zu hocken ? Never, dann lieber auf Amrum, Baltrum, Norderney oder Warnemünde bei 21 Grad am Strand zu hocken und sich mit etwas Sehnsucht an 28 Grad auf Teneriffa oder Kreta zu erinnern.

* Auch gibt es Reisende die erst wieder ins Ausland reisen, wenn ein Medikament gegen eine Corona Infektion und vor allem ein Impfstoff zu Verfügung steht. Zwar wird sich die Hoffnung innerhalb der nächsten 12 Monate nicht erfüllen (Prognose), aber bis dahin fährt man eben an den Bodensee, die Nordsee oder an den Biggesee.

Die großen Reiseveranstalter werden es kaum schaffen, dem Touristen die Angst vor den oben genannten Einschränkungen und Risiken zu nehmen. Auch mit Rabatten wird man in der Breite nicht viele Touristen erreichen. So manche Bedenken (siehe oben) werden mit einem Rabatt nicht gelöst. Das weiß auch die Reisebranche. Wenn TUIfly die Flotte von 39 Fliegern auf die Hälfte reduziert, ist das ein überdeutliches Signal.

Leider muss man davon ausgehen, dass es auch in 2021 noch kein vollständiges "Zurück zur Normalität" geben wird. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein langsam fließender Prozess. Einige Touristen werden sich im Laufe der Zeit an das ein oder andere gewöhnen. Die Risikobereitschaft wird steigen, aber das alles geht nur Stück für Stück.

Es bleibt eine spannende Entwicklung, die uns noch 12 bis 24 Monate begleiten wird. An den wirtschaftlichen Folgen werden wir noch Jahrzehnte "zu knabbern" haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »WXYZ« (2. Juli 2020, 09:29)