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1

Freitag, 10. Mai 2013, 16:38

Reiseziele für Behinderte

Ich liebe das Reisen in fremde Länder (vor allem exotische Länder). Ich habe aber ein Problem, weil ich stottere.
Für mich ist es daher wichtig, Länder zu finden, in denen man damit gut zurecht kommt. Mir geht es dabei vor allem darum freundschaftlichen Kontakt mit Einheimischen aufzunehmen.
Wahrscheinlich werden nur wenige von euch viel Erfahrung mit Stotterern haben. Ich hoffe aber, dass es trotzdem möglich ist einzuschätzen in welchen Ländern das Stottern (oder Behinderungen generell) gut akzeptiert ist. Erzählt mir bitte, welche Länder oder Regionen ihr empfehlen würdet und von welchen ihr mir abraten würdet. Mich würde besonders die Situation in exotischen Ländern interessieren.

MfG Paul2

2

Freitag, 10. Mai 2013, 16:49

Paul2, :welcome: bei den Travelamigos.

Meinst Du nicht, dass es mehr auf die Menschen in der individuellen Situation ankommt als auf das Reiseland?
Wohin möchtest Du denn gerne reisen? Vielleicht kommen wir dann eher auf den Punkt

Gruß cuate
„I'd agree with you. But then we'd both be wrong.“
Unbekannte Herkunft

3

Freitag, 10. Mai 2013, 21:11

Danke für deine Antwort.
Ich glaube auch, dass es sehr auf die individuelle Situation ankommt. Aber trotzdem glaube ich, dass auch die Kultur und Mentalität der Menschen eine Rolle spielt.
Ich vermute also, dass es Länder gibt, in denen man leichter akzeptiert wird, als in anderen Ländern.
MfG Paul2

Fitschi

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4

Samstag, 11. Mai 2013, 16:43

Ich kann natürlich nur von Ländern sprechen die ich selbst bereist habe.
Ich denke in allen Ländern wo der Buddhismus Hauptreligion ist, wirst Du gut zurecht kommen.
Die meisten Menschen dort sind aufrichtig bemüht "richtig" zu leben und dazu gehört auch grosse Hilfsbereitschaft und Toleranz armen, kranken oder behinderten Menschen gegenüber.
Auch auf den griechischen Inseln ist mir aufgefallen das (geistig) behinderte Menschen ganz normal in das Alltagsleben eingebunden sind.
Stottern sehe ich persönlich allerdings nicht so als Behinderung? Du brauchst eben etwas länger um zu sagen was Du willst (vermute ich) ..ist ja nicht so schlimm, oder doch?
Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Heinrich Heine

5

Samstag, 11. Mai 2013, 17:06

Ein Handicap wird überall auf der Welt akzeptiert, wenn der Betroffene mit sich selbst im reinen ist und es händeln kann. Kann er es nicht, dann nutzt es auch nix, bis zum Ende der Welt zu fahren. Man kann sich nirgendwo vor sich selbst verstecken.

Von daher: träume nicht Dein Leben, sondern lebe es!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »angie« (11. Mai 2013, 17:12)


6

Dienstag, 14. Mai 2013, 17:51

Mich würde interessieren, wieso gerade Buddhisten gut mit Behinderten klar kommen?
Eine Behinderung könnte im Buddhismus doch ein Hinweis darauf sein, dass man in
seinem früheren Leben etwas falsch gemacht hat.
MfG Paul2

7

Dienstag, 14. Mai 2013, 17:56

Und das wird der gläubige Buddhist nicht werten oder gar durch unangemessenes Verhalten bestrafen, warum sollte er? Damit würde er doch sein Karma belasten.

Dein Stottern wird in meinen Augen in keinem Reiseland Anstoß erregen, wenn Du freundlich zu den Menschen bist. Noch dazu, wo Du als zahlender Gast unterwegs bist.

Mache Dir aber bitte klar, dass Du bei aller Freundlichkeit die einem Gast in vielen Ländern entgegengebracht wird, eben nicht mal eben schnell zu einem Freund wirst. Als Ausländer stehen wir in vielen Kulturen quasi ausserhalb der festgefügten sozialen Gemeinschaften, etwas das wir im europäischen Sinn als Freundschaft bezeichnen, wird noch wesentlich länger dauern als hier, oft nur ein Lippenbekenntnis bleiben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »anbaho« (14. Mai 2013, 18:06)


Fitschi

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8

Dienstag, 14. Mai 2013, 19:31

Ob einer im früheren Leben was falsch gemacht hat interessiert nicht.
Den Gläubigen ist es wichtig in "diesem" Leben richtig zu leben, dazu gehört eben auch nachsichtig gegen andere zu sein.
Und zu Alten, Kindern, Behinderten oder Armen eben noch mehr .
Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Heinrich Heine

9

Mittwoch, 15. Mai 2013, 18:28

Mache Dir aber bitte klar, dass Du bei aller Freundlichkeit die einem Gast in vielen Ländern entgegengebracht wird, eben nicht mal eben schnell zu einem Freund wirst. Als Ausländer stehen wir in vielen Kulturen quasi ausserhalb der festgefügten sozialen Gemeinschaften, etwas das wir im europäischen Sinn als Freundschaft bezeichnen, wird noch wesentlich länger dauern als hier, oft nur ein Lippenbekenntnis bleiben.
Das ist aber genau das was ich suche. Ich würde gerne regelmäßig Urlaub in einem Land machen in dem ich integriert bin. Das heißt auch, dass ich dort Freunde habe, die ich jedes Jahr besuchen kann. Ich wäre evtl. auch bereit ihre Sprache zu lernen.

10

Mittwoch, 15. Mai 2013, 18:54

Ich glaube da setzt Du die Integration und Freundschaft falsch rum an. Auch hier, wo Freundschaften in Deinem Sinn ja leichter geknüpft werden, musst Du Dich erst integrieren und die "Sprache sprechen" bevor Du "Freund" wirst. Erst recht wird das in festgefügten Gesellschaften so sein, die ein ganz anderes Beziehungsgeflecht haben und wo Familien- und Dorfgemeinschaft etc. wesentlich stärker das Zusammenleben bestimmt.

Was spräche denn dagegen, dennoch häufiger in der selben Gegend Urlaub zu machen, auch wenn man als Gast hingeht, der als Stammgast auch gerne gesehen ist? Ausser, dass es eben viele schöne und interessante Gegenden zu sehen und zu erleben gibt. Ich fürchte, Du hast da arg romantische und verklärte Vorstellungen, die möglicherweise ausgenutzt werden könnten. Vergiss nicht, dass es bei vielen Menschen grade in Asien um die nackte Existenz geht, auch der weitverzweigten Familie. Und auch wenn die religiöse Weltanschauung uns Europäern so rein und so gut vorkommt, auch da gilt: Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

Du solltest das Post von Angie nochmal längere Zeit in Deinen Gedanken hin und her bewegen, ich bin mir sicher, dass Du da etwas für Dich dran finden kannst.

11

Donnerstag, 16. Mai 2013, 12:47

Stottern sehe ich jetzt nicht als behinderung an.

Diejenigen welche sich darüber amüsieren sind doch die eigentlichen Behinderten.

Somit kannst du auf jedem fleckchen dieser Erde Urlaub machen :TOP:

12

Donnerstag, 16. Mai 2013, 17:43

Ich glaube da setzt Du die Integration und Freundschaft falsch rum an. Auch hier, wo Freundschaften in Deinem Sinn ja leichter geknüpft werden, musst Du Dich erst integrieren und die "Sprache sprechen" bevor Du "Freund" wirst. Erst recht wird das in festgefügten Gesellschaften so sein, die ein ganz anderes Beziehungsgeflecht haben und wo Familien- und Dorfgemeinschaft etc. wesentlich stärker das Zusammenleben bestimmt.
Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich bereit wäre eine fremde Sprache zu lernen. Ich hätte wahrscheinlich auch keinen Probleme damit, mich der Kultur anzupassen und deren Umgangsformen zu lernen (ich finde das sogar sehr interessant).
Ich habe aber leider auch beobachtet, dass es zu einer Getto-Bildung kommt, wenn Ausländer in einem fremden Land leben. Das interessiert mich aber gar nicht. Ich will nicht in ein fremdes Land reisen, um dann so zu leben, wie es zu Hause sowieso haben kann.
Mir ist auch lieber immer wieder in ein Land zu reisen, in dem ich integriert bin und in dem ich Freunde habe, als in Länder zu reisen, die ich dann staunend, aber fast so ahnungslos wie zu vor wieder verlasse.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Paul2« (16. Mai 2013, 17:46)


13

Donnerstag, 16. Mai 2013, 18:14

Wiederhole mal meine Frage, weil ich Dir bei Deinen Einlassungen nicht folgen kann:

Wohin möchtest Du denn gerne reisen? Vielleicht kommen wir dann eher auf den Punkt
„I'd agree with you. But then we'd both be wrong.“
Unbekannte Herkunft

14

Donnerstag, 16. Mai 2013, 18:28

Paul, ich glaube Du hast mein Post nicht verstanden. Um zu Freunden zu werden, muss man gemeinsame Interessen eine gemeinsame Sprache, gemeinsame Wellenlänge haben. Man wird nicht erst Freund und dann lernt man die Sprache und die Umgangsformen. Weil man sich gar nicht verständigen kann und keine gemeinsame Basis hat.

Ich fürchte, Du hast Dir da eine traumhafte Vorstellung gebildet, Du würdest woanders leichter Freunde finden als vielleicht in Deinem jetzigen Umfeld. Angie hat schon geschrieben, dass man sich selbst immer mitnimmt.

Nein, man wird im fernen Asien nicht einfach so integriert. Schon gar nicht als Europäer. In keiner Gesellschaftsschicht. Du bist bestenfalls Gast und schlimmstenfalls Melkkuh. Ja, Asiaten sind höflich, manchmal auch freundlich, aber stülpe doch bitte einer völlig anderen Mentalität und Kultur nicht europäische Wertvorstellungen über.

Fitschi

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15

Donnerstag, 16. Mai 2013, 18:39

Paul, willst Du nun verreisen oder auswandern?
Im Urlaub schliesst man Bekanntschaften.
Eine Freundschaft wächst meiner Meinung nach erst über Jahre, ein Freund ist jemand den man um 3 Uhr morgens anruft: "Hilf mir" sagt ...und der tut es ohne viel zu Fragen.
Alles andere sind Bekannte :ironic:
Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Heinrich Heine

16

Donnerstag, 16. Mai 2013, 18:53

Zum Reiseziel: Fast jedes exotische Land interessiert mich.
Ich musste leider auch schon feststellen wie schwierig es ist in diesen Ländern Freunde zu finden. Ich habe die Ursache dafür bisher fälschlicherweise immer in meinem Stottern gesehen.
Paul, ich glaube Du hast mein Post nicht verstanden. Um zu Freunden zu werden, muss man gemeinsame Interessen eine gemeinsame Sprache, gemeinsame Wellenlänge haben. Man wird nicht erst Freund und dann lernt man die Sprache und die Umgangsformen. Weil man sich gar nicht verständigen kann und keine gemeinsame Basis hat.
Das ist mir inzwischen auch klar geworden. Ich will ja auch zuerst Sprache und Umgangsformen lernen und erst dann Freunde finden.
Nein, man wird im fernen Asien nicht einfach so integriert. Schon gar nicht als Europäer. In keiner Gesellschaftsschicht. Du bist bestenfalls Gast und schlimmstenfalls Melkkuh.
Was ist, wenn man ihre Sprache spricht und ihre Kultur versteht.
Was wäre, wenn man so aussieht wie sie und behauptet dort geboren zu sein. Spätestens dann müsste es doch klappen. :ironic:

Paul, willst Du nun verreisen oder auswandern?
Im Urlaub schliesst man Bekanntschaften.
Eine Freundschaft wächst meiner Meinung nach erst über Jahre, ein Freund ist jemand den man um 3 Uhr morgens anruft: "Hilf mir" sagt ...und der tut es ohne viel zu Fragen.
Alles andere sind Bekannte :ironic:
Ich will nicht auswandern, aber wenn man fast jedes Jahr dort auf Urlaub fährt ist das ja auch so ähnlich.

17

Donnerstag, 16. Mai 2013, 19:05


Was ist, wenn man ihre Sprache spricht und ihre Kultur versteht.
Was wäre, wenn man so aussieht wie sie und behauptet dort geboren zu sein. Spätestens dann müsste es doch klappen. :ironic:


Das alleine zeigt, dass Du noch nicht mal angefangen hast, etwas über die Kultur und Mentalität zu wissen. Du gehörst nicht zur Familie, zum Dorf, zur Community. Wie willst Du einen asiatischen Dialekt so lernen, dass man Dich von einem Einheimischen nicht mehr wegkennt? Mit den für die jeweilige Gesellschaftsschicht angemessenen Worten im Umgang mit Gleichgestellten, Höherrangigen, etc.?

Und nein, wenn man jedes Jahr auf Urlaub irgendwohin fährt, dann ist das kein Alltag. Man bleibt immer Gast. Suchst Du am Ende eine billige Urlaubsmöglichkeit bei gastfreundlichen Menschen? Wie schon viele Backpacker und andere "Freunde" exotischer Kulturen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »anbaho« (16. Mai 2013, 19:08)


18

Donnerstag, 16. Mai 2013, 19:41

Was ist, wenn man ihre Sprache spricht und ihre Kultur versteht.
Was wäre, wenn man so aussieht wie sie und behauptet dort geboren zu sein. Spätestens dann müsste es doch klappen. :ironic:



Da bleibt dann nur ein exotisches Reiseziel übrig: Deutsch-Südwest! :cool:

19

Freitag, 17. Mai 2013, 17:11

Das alleine zeigt, dass Du noch nicht mal angefangen hast, etwas über die Kultur und Mentalität zu wissen. Du gehörst nicht zur Familie, zum Dorf, zur Community. Wie willst Du einen asiatischen Dialekt so lernen, dass man Dich von einem Einheimischen nicht mehr wegkennt? Mit den für die jeweilige Gesellschaftsschicht angemessenen Worten im Umgang mit Gleichgestellten, Höherrangigen, etc.?

Perfekt werde ich dass nicht können, aber zumindest annähernd. Ein bisschen Toleranz von Seiten der Einheimischen muss da natürlich schon vorhanden sein.
Wie sieht es eigentlich mit modernen, wohlhabenden Gegenden (z.B. Hongkong, Taiwan, Singapur) aus?
Es muss doch irgendeinen Ort auf der Welt geben, wo das möglich ist.

20

Freitag, 17. Mai 2013, 17:31

Paul, ganz ehrlich, warum glaubst Du, gibt es auch in diesen Städten Expats, die die Sprache wirklich beherrschen, in ihren angesehenen Jobs sehr gutes Geld verdienen und täglich Kontakt mit Einheimischen auch höherer Gesellschaftsschichten haben und geschäftlich durchaus seit vielen Jahren anerkannt und erfolgreich sind, die dennoch in ihren "Ghettos" leben?

Was für Vorstellungen und Erwartungen hast Du? Und warum ist es Dir so wichtig, "Freunde" irgendwo weit weg zu finden, die Du einmal im Jahr besuchst. Vielleicht kann man ja über Deine Motivation zu der Suche eine Idee bekommen, was genau Dir wichtig ist und was Du wirklich suchst.

Wie viel weißt Du denn bereits über asiatische Kulturen? Wie schnell lernst Du komplexe Sprachen und eine völlig andere Lautbildung? Wie sehr kannst Du Dich an vollkommen andere Weltanschauungen anpassen? Kannst Du Dich wirklich in eine Gesellschaft einfügen, die in vieler Hinsicht entgegengesetzte Werte hat? Kannst Du mit einem gewissen asiatischen Pragmatismus klar kommen? Was sind Deine bisherigen Erfahrungen in Asien?

Ich glaube, der einzige Ort auf der Welt, wo Du Einfluss auf Deine Fähigkeit, Freunde zu gewinnen, hast, ist Deine Einstellung, Dein Hirn und Dein Herz. Wenn Du hier damit Schwierigkeiten hast, dann hast Du die überall. Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie woanders noch größer sind und Du am Ende neben großen Enttäuschungen auch herbe Verluste einzustecken hast.

Irgendwie werd ich den Eindruck nicht los, dass Du versuchst, vor Dir selber davon zu laufen und versuchst, Dein Stottern zur Ausrede für Deine Probleme zu machen. Es gibt genügend Beispiele, dass das nicht so ist, vielleicht solltest Du einen anderen Ansatz suchen, um mit Dir selbst ins Reine zu kommen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »anbaho« (17. Mai 2013, 17:32)