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Sternedieb

Master Amigo

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421

Dienstag, 9. Februar 2016, 23:43

ich kenne viele Hotels ( nicht in der Türkei) wo man beizeiten schauen muss das man Platz kriegt.



Klar, da geht es auch nicht um irgendwelche Veranstalter gebundene Absprachen, die teilweise durch "aberwitzige" Vorauszahlungen und Auslastungsgarantien durch die Reiseveranstalter entstehen. Bisher war es eher so: Wie du Reiseveranstalter willst mich im Programm? Klar - dann zahlst du mal und garantierst mir mal ... :pfft:

Das hat in der Türkei vorerst mal ein Ende ...

Fitschi

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422

Dienstag, 9. Februar 2016, 23:55

Somit ist das Dilemma hausgemacht.....
Wer mit der Herde rennt....muß ständig Ärschen hinterherlaufen.........

Epprechtstein

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423

Mittwoch, 10. Februar 2016, 01:11

Aber sie wollen selten daran erinnert werden :kuller:

NEIN : SIE wissen es nicht :tüte: :mööööööp:

superfx

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424

Mittwoch, 10. Februar 2016, 20:41

...ja.....

as Stammpublikum reicht selten für eine vernünftige Auslastung, außer das Hotel hat vieles richtig gemacht.




.....in der tat, so etwas gibt es auch. z.b. das royal atlantis beach. ist aber sicherlich nur eine der wenigen ausnahmen.
ich weiß nicht wo ich herkam, ich weiß nicht wo ich bin, mich wundert, dass ich so fröhlich bin.

Sina

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425

Mittwoch, 10. Februar 2016, 22:06

Treue Stammgäste zu haben, ist für jedes Hotel eine Ehre und Auszeichnung. Nur: Die Stammgäste kommen in aller Regel vor allem im Mai/ Juni bzw. September/ Oktober. In der teuren Hochsaison eher weniger. Und dann sind da bei den entsprechend gelagerten Hotels natürlich auch noch die winterlichen Langzeiturlauber, mit denen man angesichts der Preise aber allenfalls Kosten decken und Stammpersonal halten, aber keinen Gewinn machen kann. Um Gewinn geht es derzeit im türkischen Tourismus auch nicht wirklich, sondern vorrangig um reine Kostendeckung und ums pure Überleben.

Gerade Stammgäste neigen auch schnell zur "Abwanderung", wenn das Hotel sich auslastungsbedingt und aus wirtschaftlichen Gründen auch anderen Zielgruppen als "gewohnt" öffnet. Stammgäste sind teils auch sehr sensibel, schon die kleinste Änderung in einem Hotel (auch wenn's zum Guten ist, wie z. B. Laminat statt Teppich oder begehbare Dusche statt Badewanne in den Zimmern) kann sie u. U. vergraulen. Sehr viele Hotels haben in den vergangenen Jahren auch treue Stammgäste verloren, nachdem sie auch auf dem russischen Markt buchbar waren und die entsprechenden Nebenwirkungen auftraten. Oder weil sie im Winter Tagungs- oder Sportgruppen (auch verbunden mit ein paar Nebenwirkungen) aufgenommen haben, um zumindest ein bisschen was zu verdienen. Das wird auch weiterhin passieren, denn der Stammgast bucht in aller Regel früh und zu einem Preis, der für ihn ok ist. Er weiß ja, wo er hin will und was er bekommt. Wenn dieser Gast jetzt feststellt, dass SEINE Reise in SEIN Hotel nach seiner Buchung plötzlich günstiger geworden ist, ist er vergrätzt. Als Stammgast hat man doch bitteschön immer den besten Preis :mööööööp: Und wenn dieser ohnhin schon leicht angesäuerte Stammgast dann in seinem Hotel feststellt, dass der frische O - Saft am Morgen mit Wasser gestreckt wird, dass es anstelle von Sekt Weißwein mit Sprite gibt, dass die Leberwurst auf dem Frühstücksbuffet genauso fehlt wie der Lieblingskellner, dass die Auswahl am Buffet geschrumpft ist und dass er zur Begrüßung auf dem Zimmer anstelle von einer normal großen Flasche Wein nur eine halbe bekommt und dass der Obstteller auch schonmal größer war (alles mögliche Einsparmaßnahmen, die die Hotels ergreifen werden müssen) - dann :skandal:

Und: Keiner weiß, mit welchen Ländern und Nationalitäten es den Hotels auch nur halbwegs gelingt, das "Russenloch" zu stopfen. Die Rede ist z. B. von Iran und Israel. Mal gucken, was das gibt.

Derzeit kann keiner sagen, wie es weitergeht. Es bleibt nur, abzuwarten. Wer in diesem Jahr in die Türkei reist, sollte sicherheitshalber seine Ansprüche etwas zurückschrauben bzw. in ein realistisches Verhältnis zu den Übernachtungspreisen setzen. Und dabei nicht vergessen, dass der Veranstalter an den Übernachtungspreisen auch noch seinen Anteil mitverdient und dass im Pauschalpaket auch noch Flug, Transfer, etc. enthalten sind. Nur ein Bruchteil des Gesamtreisepreises kommt direkt beim Hotel an.
Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind. (Kurt Tucholsky)

CharlyB

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426

Donnerstag, 11. Februar 2016, 08:13

Um Gewinn geht es derzeit im türkischen Tourismus auch nicht wirklich, sondern vorrangig um reine Kostendeckung und ums pure Überleben.

Gerade Stammgäste neigen auch schnell zur "Abwanderung", wenn das Hotel sich auslastungsbedingt und aus wirtschaftlichen Gründen auch anderen Zielgruppen als "gewohnt" öffnet.

Keiner weiß, mit welchen Ländern und Nationalitäten es den Hotels auch nur halbwegs gelingt, das "Russenloch" zu stopfen.

Ein vernünftiger Hotelbetrieb hat m.E. ein weiteres Spektrum als nur eine Nationalität der Kundschaft. Sicherlich eher eine Umgewöhnungsphase, aber doch zu bewältigen.
Vergleiche kann man viel anstellen, hilft dann aber nur wenn dadurch ein praktikabele Lösung ansteht.
Um hier eine "westliche" Kundschaft anzulocken ist es vorrangig die betroffenen Ministerien mit zu involvieren, das ist m.E. das Zünglein an der Waage zum "Kundenerfolg"!
Und nur der günstige Preis ist nicht ausschlaggebend sondern auch eine Sicherheitsvermittlung seitens der Regierung der Türkei und wenn das im Einklang steht und auch glaubwürdig herüber gebracht wird dann wird sich das "Russenloch" schon stopfen.

Ich möchte auch mal wieder in die Türkei , doch die politische Lage bereitet mir Unbehagen. :mööööööp:
Die Welt ist unser Feld, dazu muss man kein Bauer sein; könnte aber hilfreich sein.

Epprechtstein

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427

Donnerstag, 11. Februar 2016, 08:40

Das würde mich interessieren: WIE soll denn eine "Vermittlung von Sicherheit" aussehen. Kein Ministerium dieser Welt kann das!...nicht mal die neue Glücksministerin am Golf... :kuller:

CharlyB

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428

Donnerstag, 11. Februar 2016, 08:56

:denk: na auf den Malediven haben sie das geschafft und in Ägypten (zumindest in den Hotelanlagen) , sollte doch möglich sein das auch die Türkei da den Nachahmer macht! :hschein:
Die Welt ist unser Feld, dazu muss man kein Bauer sein; könnte aber hilfreich sein.

Sina

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429

Donnerstag, 11. Februar 2016, 08:57

Man sollte sich immer vor Augen halten, dass die Grenzgebiete z. B. zu Syrien rund 1000 km von den Urlaubsgebieten entfernt sind. An der Riviera und an der Ägäis bekommt man von diesen ganzen Konflikten nichts mit, wenn etwas passiert, dann in größeren Städten wie z. B. Istanbul oder Ankara. Zumindest war es bislang so. Dass es auch so bleibt, kann einem natürlich keiner garantieren, wie halt überall auf der Welt. Sicher muss man Erdogans Politik nicht unterstützen, aber den Leuten, die direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig sind, ist durch ein Fernbleiben auch nicht geholfen. Ist alles ein zweischneidiges Schwert.
Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind. (Kurt Tucholsky)

Epprechtstein

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430

Donnerstag, 11. Februar 2016, 08:59

Ägypten vermittelt durch Ministertätigkeiten Sicherheit?...und haben WAS geschafft?

CharlyB

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431

Donnerstag, 11. Februar 2016, 09:01

:pfft: in meiner Aufzählung stand die Klammerangabe, war ja wohl eindeutig :cool:
Die Welt ist unser Feld, dazu muss man kein Bauer sein; könnte aber hilfreich sein.

Epprechtstein

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432

Donnerstag, 11. Februar 2016, 09:47

OK, dann mal die Eindeutigkeit, so wie ich den Beitrag verstehe: In Ägypten hat man es nach deiner Meinung geschafft, in den Hotelanlagen den Touristen Sicherheit zu garantieren?

433

Donnerstag, 11. Februar 2016, 11:10

Zitat

Sicher muss man Erdogans Politik nicht unterstützen, aber den Leuten, die direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig sind, ist durch ein Fernbleiben auch nicht geholfen. Ist alles ein zweischneidiges Schwert.


Es ist in der Tat ein zweischneidiges Schwert. Ein außergewöhnliches Sicherheitsproblem für Urlauber kann ich nicht erkennen, solange sie nicht versuchen, ausgerechnet jetzt die belagerte Altstadt von Diyarbakir zu besuchen. Es gilt immer noch die Weisheit, dass die größte Gefahr für Türkeiurlauber vom Sekundenschlaf ausgebeuteter Transferbusfahrer ausgeht.
Sina, du hast recht: Den im Tourismus Beschäftigten, von denen viele aus dem kurdischen Siedlungsgebiet stammen, ist nicht geholfen, wenn Urlauber wegbleiben. Wer Freunde in der Türkei hat, wird die nicht auch noch durch sein Fernbleiben für das Verhalten einer Regierung bestrafen wollen, die diese möglicherweise gar nicht gewählt haben. Und selbst wenn: Nicht jeder AKP-Wähler ist ein islamischer Fanatiker mit Hass auf Minderheiten.

Eine andere Frage ist: Wie entspannend ist Urlaub in einem Land mit einer Regierung, die Krieg gegen eigene Staatsbürger führt, Presseleute mit lebenslanger Haft bedroht, die Waffenlieferungen an syrische Rebellen aufspüren, wo es auch in Urlaubsgebieten aus ethnischem/politischen Hass zu pogromähnlichen Ausschreitungen kommt?

Das muss jeder mit sich ausmachen. Ich habe für mich auch noch keine Antwort gefunden.
Gutmensch und Bahnhofsklatscher

CharlyB

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434

Donnerstag, 11. Februar 2016, 11:42

"Vermittlung von Sicherheit"

in Ägypten (zumindest in den Hotelanlagen)

OK, dann mal die Eindeutigkeit, so wie ich den Beitrag verstehe: In Ägypten hat man es nach deiner Meinung geschafft, in den Hotelanlagen den Touristen Sicherheit zu garantieren?

:shocked: na du steigerst doch deine Aussage, ich nicht, erst erkennst du das es um eine vermittelte Sicherheit geht und darauf meine Aufzählung und im nächsten Schritt kommt die Frage nach dem Garant :Nope: ne das geht selbst mir zu weit.
Ich denke das hier die Spirale der Warnehmung sich ins unendliche schraubt.
Das es keine absolute Sicherheit geben wird und auch nicht garantiert werden kann ist unabwendbar. Staaten die es aber trotz Spannungslage bestrebt versuchen ohne politische Einflußnahme wie die Türkei im Moment, vermitteln nun mal keine subjektive Sicherheitslage und stehen für mich auf "Bannliste" der zu besuchenden Destinationen. :hschein:
Die Welt ist unser Feld, dazu muss man kein Bauer sein; könnte aber hilfreich sein.

435

Donnerstag, 11. Februar 2016, 12:19

Lt. Tui, sind die Türkeibuchungen um 40% gegenüber 2015 zurückgegangen.

Das ist die Realität......

Epprechtstein

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436

Donnerstag, 11. Februar 2016, 12:47

Es zweifelt keiner an...

WXYZ

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437

Donnerstag, 11. Februar 2016, 12:54

:denk: na auf den Malediven haben sie das geschafft und in Ägypten (zumindest in den Hotelanlagen) , sollte doch möglich sein das auch die Türkei da den Nachahmer macht! :hschein:

Sorry für die provokative Kommentierung. Aber in bestimmten Bereichen bist du wirklich ahnungslos. Wie häufig und wie oft hast du die Sicherheitsaktivitäten in Ägypten "live und in Farbe" selber erlebt und erfahren ?

Im übrigen generiert man keine neuen Touristen in dem man (Pseudo) Sicherheitspersonal vor die Hotels stellt. Diese Maßnahmen ("Präsentationssicherheit") sind natürlich in Ordnung, werden aber kaum Anschläge verhindern. Die Zurückhaltung bei den Buchungen entstehen immer nach Terroranschlägen, die direkt oder indirekt Auswirkungen auf den Tourismus haben. Der aktuelle Buchungsrückgang für die Türkei ergibt sich aus diversen Vorkommnissen und schlußendlich aus dem Bombenanschlag in Istanbul.

Auch wenn es makaber klingt, aber wären die Toten in Istanbul keine Deutschen gewesen, sondern Touristen aus anderen Ländern in Europa, hätte es zwar auch einen Buchungsrückgang in Deutschland gegeben, aber nicht in dieser Dimension.

Die Menschen (Touristen) reagieren nach diesen Vorkommnissen mehrheitlich emotional. Ängste werden erzeugt, die man mit rationalen Erklärungen kaum verdrängen kann.

Und wer Angst hat, dem kann ich erzählen das vor den Hotels wieviele Security-Männer auch immer positioniert sind, die Ängste nehme ich diesem Touristen nicht.

Bleibt es über längere Zeiträume in bestimmten Urlaubsregionen wieder ruhig - kommt es im Zeitfenster von 1 oder 2 Jahren nicht wieder zu Anschlägen - erhöht sich die Anzahl der Buchungen langsam wieder. Um aber die Anzahl der Buchungen aus der Vergangenheit wieder zu erreichen, benötigt man u.U. einige Jahre. Kommt es dazwischen wieder nur zu einem einzigen Anschlag, brechen die Buchungen sofort wieder ein. Die Vergangenheit hat das mehrfach belegt.

Zum Abschluß noch eine sehr makabere Behauptung. Der Absturz des russischen Touristenfliegers der in Sharm el Sheik gestartet ist (224 Tote am 31.10.2015), hat natürlich auch wieder Touristen in Deutschland verunsichert, die sich Gedanken über einen Urlaub in Ägypten gemacht haben. Wären aber in dieser Maschine nur deutsche Passagiere gewesen, wären die Buchungsrückgänge für Ägypten viel drastischer ausgefallen.

Epprechtstein

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438

Donnerstag, 11. Februar 2016, 12:56

Punktlandung! :thumbsup:

Sternedieb

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439

Donnerstag, 11. Februar 2016, 15:02

Also Manchmal ...

Lt. Tui, sind die Türkeibuchungen um 40% gegenüber 2015 zurückgegangen.



Angeblich aber nur weil die TUI die Preise drücken möchte ....

Das sagt zumindest Başaran Ulusoy vom türkischen Reisebüroverband TÜRSAB (Türkiye Seyahat Acentaları Birliği) ... aber auf dieses Spiel werden wir nicht hereinfallen. ... so der Herr weiter.

Nachlesen? -> http://www.turizmguncel.com/haber/basara…giz-h26601.html

Epprechtstein

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440

Donnerstag, 11. Februar 2016, 15:04

Ich verstehe alles und glaube jedes Wort, inschallah :kuller: