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1

Mittwoch, 6. März 2019, 22:23

Das Geschäftsmodell Pauschalreise steckt tief in der Krise

"Paketangebote für den Urlaub rechnen sich für Veranstalter wie Tui, Thomas Cook und DER kaum noch",

schreibt das Handelsblatt anläßlich der ITB in Berlin. So ist der Anteil der Pauschalreise sogar im Aufwind. Aber gebucht wird diese bevorzugt in der Altersklasse "Junges Publikum". Und da steht bei Vielen eins im Vordergrund: Der beste Preis. Und so wandern die Erlöse und Gewinnmargen in den Reisekeller.

So soll FTI 2017 bei drei Milliarden Euro Umsatz gerade einmal drei Millionen netto verdient haben, was Deutschlands viertgrößten Pauschaltouristiker lt. Handelsblatt fast zum Geldwechsler degradierte.

Quelle + Bericht handelsblatt.com:

https://www.handelsblatt.com/meinung/kom…mkstYFAlcy3-ap3
„I'd agree with you. But then we'd both be wrong.“
Unbekannte Herkunft

2

Donnerstag, 7. März 2019, 07:46

Ein sehr schönes Thema, wo jeder sicher seine Gründe für Pro und Contra hat :thumbsup:

Für mich ist das keine Überraschung aber die Frage ist nur "Warum", denn die Anzahl der Reisenden bzw. Flüge steigt ja von Jahr zu Jahr.

Wir buchen idR individuell machen aber auch Ausnahmen.
Meine Gründe gegen eine Pauschalreise sind einerseits Preisgründe (auch unfaire Preisgestaltungen) und fehlende Variabilität sowie
Gefühlsmäßig schlechtere Qualität. Ich wüßte auch nicht warum ich einem RV Geld in den Rachen schmeißen soll und dieser die Hoteliers
immer mehr unter Druck setzt. Ich übergebe mein Geld lieber direkt ans Hotel.


Man sollte aber auch nicht außer Acht lassen, dass viele Menschen Dank I-Net mittlerweile immer selbstständiger und "mutiger" werden und,
dass viele Familien mittlerweile die gute Autoreise an Nord- und Ostsee wieder entdeckt haben.
Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene :denk:

3

Donnerstag, 7. März 2019, 07:56

Ich wüßte auch nicht warum ich einem RV Geld in den Rachen schmeißen soll und dieser die Hoteliers
immer mehr unter Druck setzt. Ich übergebe mein Geld lieber direkt ans Hotel.


Buchst Du wirklich immer direkt im Hotel (Walk-in-Rate) , oder auch via Hotelportale? Da die Portale fast das Doppelte an Marge nehmen, als RVA.
Freedom's just another word for nothing left to lose...

4

Donnerstag, 7. März 2019, 08:15

Wer das Geld an mir verdient, ist mir eigentlich egal, ich versuche, die für mich günstigste Lösung zu finden.

5

Donnerstag, 7. März 2019, 08:32

Wir haben bis dato eine funktionierende Wirtschaft und die Ausgaben z.B. für Pauschalreisen sind hoch. Wenn aber dennoch die Erlöse gerade mal so ausreichen, kann man sich bei einem zyklusmässigen Einbruch der Reisezahlen vorstellen, wer ähnlich wie bei Airlines auch bei den Reiseverantaltern die Schotten dicht machen muß. Der Massenmarkt wird seinen Tribut zollen müssen.
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Unbekannte Herkunft

6

Donnerstag, 7. März 2019, 08:53

Ja Dodo, ich weiß, dass booking und Co. ziemlich hohe Provisionen bekommen.
Wir buchen fast immer direkt und wir buchen und kaufen grundsätzlich das, wofür wir das beste (nicht billigste) Angebot bekommen !
Das ist ein Prozess, den wir in allen Bereichen des Alltages praktizieren.

Es gab und gibt weiterhin natürlich Ausnahmen wo wir sowohl über booking, als auch über einen RV Hotels buchten, weil das Angebot einfach besser war.
Es liegt ja am Hotel mir ein besseres oder zumindest gleichwertiges Angebot zu machen, oder ob die lieber ihre Provision an booking zahlen.

Bei einer Pauschalreise zahle ich Zug zum Flug (brauchen wir nicht), Hoteltransfers (brauchen wir oft nicht) oder für irgendwelche schlecht organisierte
Incomming-Agenturen (brauchen wir nicht) - lass ich diese Bausteine weg, bekomme ich einen lächerlichen Nachlass :püh2: und für mich wieder ein Grund gegen die Pauschalreise

Ich möchte nichts schlechtes über Pauschalreisen sagen, denn die haben für gewisse Leute sicher einen Sinn.
Derzeit beobachten wir seit ca. 7 Wochen (wäre Plan "C" für die Herbstferien) eine Pauschalreise nach Fuerteventura für die Herbstferien.
Vor 6 Wochen kostete die Reise 2700.-€, vor 5 Wochen war die Reise bei 3000.-€, zwischendurch wieder bei 2750.-€ und mittlerweile sind wir bei 3130.-€.
Ich weiß natürlich, dass Tagespreise mittlerweile Stand der Dinge sind und sich daran auch nichts ändern wird, aber im Gegensatz dazu
ist mir kein Hotel bekannt, was mir jeden Tag einen neuen Übernachtungspreis nennt und von daher ist mir diese Art zu buchen deutlich sympathischer.

Ein weiterer Grund, den ich mir vorstellen kann, ist die immer schlechter werdende Qualität einer Pauschalreise.
An jeder Ecke muss gespart und der Preis gedrückt werden, was automatisch zum Qualitätsverlust für den Reisegast führt.
Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene :denk:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Aramis« (7. März 2019, 08:56)


7

Donnerstag, 7. März 2019, 09:07

Da bin ich ganz bei Dir Aramis, wenn man sich auf die "Big Player" der RVA konzentriert. Bei kleineren spezialisierten RVA sieht es doch noch anders aus.
Freedom's just another word for nothing left to lose...

Fitschi

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8

Donnerstag, 7. März 2019, 10:27

Stimmt Dodo, aber kleine, spezialisierte RVA gehen ohnehin nicht mit solchen Kampfpreisen in´s Rennen wie die Großen .
Zudem sind deren Kunden an anderen Dingen interessiert als der typische Pauschalurlauber :ironic:
Wer mit der Herde rennt....muß ständig Ärschen hinterherlaufen.........

9

Donnerstag, 7. März 2019, 15:28

Was ist denn der "typische Pauschalurlaub" ?
(Will mal bewußt nicht den typischen Pauschalurlauber aufgreifen.)

Warum wir im Gegensatz zu früher in letzter Zeit keine Pauschalreise mehr gebucht haben:

Zu unflexibel (Änderungen betreffend)
Zu teuer bei kurzzeitiger Stornierung des Gesamtpakets
(keine Versicherung zahlt bei eigenen Terminumstellungen)
Mag keine Bustransfers
Brauche innerhalb Europas keine "Kümmerer"
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Fitschi

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10

Donnerstag, 7. März 2019, 16:23

Wenn Du so fragst :denk: :kuller:

Wir buchen sehr selten Pauschlreisen und wenn doch fahren wir garantiert nicht im Auslieferbus des RVA.
Wer mit der Herde rennt....muß ständig Ärschen hinterherlaufen.........

11

Donnerstag, 7. März 2019, 16:28

Der typische Pauschalurlauber ist m.M.n der, der z.B. 2 Wochen Mallorca, Türkei, Griechenlan oder sonst wohin bucht.
Er möchte sich um nichts kümmern und wenn mal was schief läuft kommt Frau Neckermann, nimmt ihn an die Hand und erledigt schnellstmöglich seine Wehwehchen.
Hinzu kommt, dass er als Pauschalurlauber "rechtlich" ganz gut geschützt ist.

Diese Art von Urlaub ist in meinen Augen vollkommen in Ordnung, bevor sich jemand auf den Schlips getreten fühlt :corräkt:
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WXYZ

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12

Freitag, 8. März 2019, 09:57

Sehe ich auch so wie Aramis, obwohl ich selber nicht der Pauschalreisen Nutzer bin. Im übrigen ist das aktuell jammern der Veranstalter auf hohem Niveau. Immerhin liegt der Schwerpunkt der Umsätze bei TUI, DER/Rewe, Thomas Cook, alltours, FTI und Co immer noch im Segment der Pauschalreisen.

Natürlich gibt es Sparten - so z.B. das Kreuzfahrtgeschäft - wo TUI & Co deutlich bessere Renditen erzielen. Trotzdem spielen die Pauschalreisen auch weiterhin ein große Rolle. Und wenn FTI über die zu geringe Rendite jammert - dann sollte FTI mal das "Sonnenklar-Konzept" kritisch hinterfragen. Als Beispiel sei das Konzept mit dem"Uralt-Dampfer" MS Berlin genannt. Mit diesem Kahn kann man eben nicht wie TUI Cruises Renditen von 9% (10% sind in Planung) erzielen.

Letztendlich verändert sich aus das Reise-Verhalten der Touristen. Ganz früher fuhren diese 14 Tage im Jahr in Urlaub (Badewanne Mittelmeer) - davon partizipierten die Pauschalreise-Veranstalter zu 100%. Inzwischen wird immer mehr gereist. Das sind zwar Zuwächse, aber vielfach außerhalb der klassischen Badeurlaube. So haben Städtereisen enorme Zuwächse. Diese bucht der mündige Urlauber mehrheitlich an den großen Reiseveranstaltern vorbei. Flug, Hotel übers Internet. Fertig sind die 4 Tage in Wien, Barcelona, London oder Rom.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »WXYZ« (8. März 2019, 10:00)


Sina

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13

Samstag, 9. März 2019, 09:48

Es liegt ja am Hotel mir ein besseres oder zumindest gleichwertiges Angebot zu machen, oder ob die lieber ihre Provision an booking zahlen.


Leider nicht so ganz. Buchungsportale und auch Veranstalter "knebeln" Hotels gerne mit der Bestpreisrate. Das bedeutet, dass die Hotels im Eigenvertrieb die Verkaufspreise der Portale nicht unterbieten dürfen. Und wenn sie es tun, dann sollten sie sich dabei nicht erwischen lassen :ironic: Da die wenigsten Hotels bislang genug Marketingpower haben, um vollständig auf Buchungsportale und Veranstalter verzichten und ihre Betten in Eigenregie füllen zu können, spielen sie das Spiel mit.
Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind. (Kurt Tucholsky)

14

Samstag, 9. März 2019, 10:41

Genau so ist es Sina, fast kein Hotelier kann - trotz Knebelverträge - auf die Plattformen verzichten, da sie sonst auch niemals im Internet gefunden werden.
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15

Samstag, 9. März 2019, 14:20

OK ..... ich bin da wohl etwas Griechenland und Italien"verwöhnt"
Da geht alles ;-)
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