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Irland 2018 - Tag 4

Bewertung:

Von angie, Sonntag, 13. Mai 2018, 21:49

Herrschaften!

Man kann ja sagen was man will, das Frühstück von Renee im Teltown House ist weltklasse. Wie üblich waren wir um 8.30 Uhr die ersten und einzigen beim Frühstück. Renee erklärte: der Ire oder Brite frühstückt halt gerne spät. Aber merke: wir sind hier nicht zum Spass!

Bereits kurz vor 10 waren wir schon wieder mit dem Qashqai auf der Piste in Richtung Osten. Dort hatten wir einige Sehenswürdigkeiten auf dem Zettel.

1. Programmpunkt: Monasterboice - und während wir am Picknickplatz neben dem Parkplatz so sitzen und in unseren Unterlagen zur Besichtigung blättern, kommt ein Alfa Romeo angeschossen. Tiefergelegt, ist ja klar! Ich sage so zum Monsieur le Chauffeur: "Sehe ich das richtig, dass der ein Austria-Nummernschild hat? Kommt der etwa aus Österreich?"



Tatsächlich! Ein junges Paar aus Österreich! Die Beiden haben bei einem Veranstalter eine Selbstfahrerreise gebucht - und jetzt kommts: 8000 Kilometer in 3 Wochen. Ich dachte, ich kippe hinten über. Respekt!

Da sind die mit der Kiste von Österreich durch Deutschland bis nach Amsterdam gebrettert, dort auf die Fähre nach England, quer durch Großbritanien bis nach Schottland, von da wieder mit der Fähre rüber nach Irland. Durch Nordirland durch, heute Ostirland bis nach Dublin, da wieder auf die Fähre rüber zurück nach England, weiter geht es nach London und dann bis an die Küste, nochmal auf die Fähre und wieder zurück auf den Kontinent und ab nach Hause nach Österreich. Kein Wunder, dass da nur 10 Minuten zur Besichtigung blieben.

Kurz nach den Ösis kam auch noch ein deutsches Paar. Überhaupt sind sehr viele Deutsche unterwegs hier in Irland. Gestern stand schon ein respektables Wohnmobil mit WAF-Kennzeichen (Warendorf) hinter uns.

2. Programmpunkt: Mellifont Abbey am Ufer des Flüsschen Mattock. Diese Klosteranlage zählte einst zu den wohlhabendsten und einflußreichsten im mittelalterlichen Irland.



Wie auch in Monasterboice ist die Besichtigung der Anlage außen kostenlos. Lediglich für den Besuch des Visitor Centre (falls überhaupt geöffnet) wird ein Obolus erhoben, der aber durch die Heritage-Card abgedeckt ist.

3. Programmpunkt: Beaulieu House - ein Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert, das sich bis heute in Privatbesitz befindet. Die Gartenanlage soll besonders schön angelegt sein und im hauseigenen Museum befindet sich eine veritable Kollektion von Rennwagen, da die Hausherrin selbst lange Autorennen fuhr.

Leider war das Beaulieu House geschlossen. Entgegen der landläufigen Informationen öffnet dieses erst am 1. Juni für das Publikum und nicht bereits im Mai, wie fälschlicherweise überall geschrieben und behauptet wird.

Da wir jetzt schon lange in der Mittagszeit waren und sich der Hunger meldete, fuhren wir nach Drogheda in das Boyne Valley Hotel. Das befindet sich ebenfalls in einem Herrenhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und hat einen angeschlossenen Country Club.

Dort sitzt man prima in einem viktorianischen Wintergarten, der zu damaliger Zeit - 18huntertundknips - total en vogue war, denn man nahm sich selbstverständlich an der Weltausstellung von London ein Beispiel.



Nach dem Mahl drehten wir noch eine Runde durch den dazu gehörenden Park oder Garten oder whatever: nothing to write home about!

Gut gestärkt wurde jetzt der Rückweg angegangen, natürlich gab es auch hier einiges zu sehen.

In Slane machten wir erst Stop am kleinen Ledwidge Museum. Es handelt sich um ein altes Cottage aus dem 19. Jahrhundert, so wie man es eben mit dem ländlichen Irland in Verbindung bringt.



Nächster Stop: Hill of Slane. Die ersten und ältesten Besiedlungsreste gehen auf das 5. Jahrhundert zurück. Der heilige Patrick höchstselbst soll hier das allererste Osterfeuer der Menschengeschichte entzündet haben, um das Christentum zu verkünden. Däh!

Wie dem auch sei, von dem "Hill" hat man bei gutem Wetter - und das hatten wir heute tatsächlich - eine super Sicht!



Von dort war es nur noch ein Katzensprung bis zum Rundturm von Donaghmore. Es wird mal wieder angenommen, dass hier im 5. Jahrhundert ein Kloster von St. Patrick gegründet wurde. Der Typ wird ja für alles Mögliche verantwortlich gemacht - so lange kann der gar nicht gelebt haben, was dem so alles zugeschrieben wird.

Jedenfalls stammt der runde Turm aus dem 11. Jahrhundert und ist der älteste erhaltene Teil dieser Anlage. Der Turm, der aus unbearbeitetem Kalkstein gebaut ist, steht in einer Höhe von etwa 26 Metern. Ebenfalls vor Ort sind die Überreste einer Kirche aus dem 16. Jahrhundert, die einen geschnitzten Kopf von einer früheren Kirche in der Südwand hat. Drum herum befinden sich etliche Gräber aus diversen Jahrhunderten.

Was heute auffallend war: an nahezu jeder besuchten Sehenswürdigkeiten warnten große Schilder vor Dieben und Autoeinbrüchen. Die Splitter diverser zerschlagener Fensterscheiben auf den Parkplätzen legten davon Zeugnis ab, dass diese Warnungen nicht umsonst sind.

Inzwischen war es bereits Abend geworden und wir beschlossen noch einmal dem silbernen Bembel einen Besuch abzustatten, also dem Restaurant "The Silver Tankard", wo wir ja schon am Freitag lecker gegessen haben. Was war da heute los! Der Laden brummt, da gibt es nix - und zu Recht!

Auf dem Rückweg zum Teltown House besichtigten wir noch schnell unsere lokale, örtliche Kirche nebst angeschlossenem Friedhof. Die Kirche ist natürlich wieder einmal dem (Nah, wer ahnt es?) (Richtig! Jetzt alle zusammen:) Sankt Patrick gewidmet - und liegt super romantisch am Flüsschen Blackwater. Eine malerische Steinbogenbrücke führt über das Gewässer.

Jetzt müssen wir unsere Klamotten zusammen packen, denn morgen geht unsere Reise weiter, in die Mitte Irlands.

Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit!

Es grüßen

Angie, der Monsieur le Chauffeur und der Hasenbär

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