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  • angie

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Namibia 27.12.

Bewertung:

Von angie, Samstag, 29. Dezember 2012, 16:41

Herrschaften!!!

Da das Fort Namutoni in einem Feuchtgebiet liegt, sind alle Zimmer mit allen Punkten der Anlage per Holzsteg verbunden.

Am Parkplatz gibt es einen Drop-off Punkt, an dem wird dann das Gepäck von einem Mitarbeiter per Karre zu den Zimmern verbrachtet. Das macht einen Höllenlärm.

Unter den Holzstegen wohnt eine Zebramangusten-Kolonie. Das ist die Attraktion. Was sind die drollig…. Sie buddeln und gurren, buddeln und gurren und durchstreifen so das ganze Areal (und auch die Mülleimer). Wenn schon keine Erdmännchen, dann nehme ich halt Mangusten! Und Junge hatten sie auch noch!!!

Zwischen Mangusten gucken gingen wir zum Frühstück ins Fort. Frühstück gibt es ebenfalls im Steakhouse und die Damen waren um 8 Uhr nicht darauf vorbereitet, dass es schon ab 6.30 Uhr Frühstück für die Gäste gibt.

Beim Abendessen war auch keiner darauf vorbereitet, dass um 18.30 Uhr ernsthaft jemand zum Essen kam.

Egal, wir sind hier beim NRW… Da kann man froh sein, wenn man ein Zimmer bekommt!

Also, erstmal gefrühstückt. Fahren wollten wir nicht, da gestern Abend schon wieder Weltuntergang war und wir keine Lust auf überflutete Schotterpisten hatten. Allrad hin oder her!

Dann lieber am Wasserloch sitzen und gucken. Das geht bis zum Mittag ganz gut, danach wird es unerträglich heiß.

Wir schlichen zurück zum Fort und trafen die 3er Mädelstruppe mit dem “Elefantenrollschuh” wieder.

Die waren noch fertiger als am Vortag. Es stellte sich heraus, dass die 3 nicht nur mit einem ungeeigneten Wagen unterwegs sind, sondern auch noch mit BODENZELT!

1 Piccanto, 3 Mädels, 1 Bodenzelt und noch Klamotten….

Sie hatten in Halali auf dem Campingplatz übernachtete und sind fast weggeflogen. Naß wurden sie darüber hinaus auch noch ordentlich. Ohje!!!

Eine der 3 schmierte sich ihre zahllosen Mückenstiche pausenlos mit Fenistil ein.

Als nächstes Ziel hatten sie Swakopmund ins Auge gefasst. Auf meine Nachfrage, wo sie denn da wohnen wollten, stellte sich heraus, sie hatten keine Ahnung, keine Reservierung, nix - und das zur Hauptsaison.

Ach herein, auch das noch. Ich habe sie dann zu “Fritten Willi” ins Sophia Dale Camp geschickt. Das liegt außerhalb der Nebelzone, ca. 10 km vor Swakop.

Wie Nebelzone? Davon hatten die 3 ja noch nie gehört. Also, kurz erklärt: kalter Benguela Strom trifft auf heiße Wüste usw., da zeltet man besser außerhalb.

Aber die Tiger Reef Bar, davon hatten sie schon gehört….

Den Mädels winkten wir noch zum Abschied. Puh, manche Leute haben ja echt Nerven, so unvorbereitet sooo eine Reise anzutreten. Aber eins steht fest:: die haben was zu erzählen!

Den Tag lungerten wir in Namutoni rum. Zwischendurch haben wir noch ein bisschen Wäsche gewaschen und zum Trocknen in unsere Außendusche gehängt.

Was für ein Luxus: innen Wanne und draußen Dusche. Da kann man nicht meckern, die Zimmer waren gut (abgesehen davon, daß irgendein Vollpfosten die Milchglastüren zum Badezimmer falsch rum reinmontiert hat und sich die Türgriffe jetzt in ca. 1,80 m Höhe befinden!).

Zum Sundowner gucken, sind wir hoch auf den Umlauf des Forts.

Nachdem die Sonne weg war, krabbelten wir wieder runter und gingen in das Steakhaus. Heute mal Krokodil und Rinderfilet. Konnte man essen.

Der Hauptgang war gerade serviert, da brach die Hölle los. So ein Mordsgewitter - unfassbar. Alles schnappte sich seinen Teller und stürzte in das Lokal. Innen natürlich dichtes Gedränge, so viele Gäste passen da gar nicht rein…
Jedenfalls nicht auf einmal.

Draußen flogen die Schirme um und die Tische samt Stühlen durch die Gegend. Blitz auf Blitz knallte und bei den besonders lauten Donnern schrie das Persoal auf, hielt sich die Ohren zu und duckte sich weg(die stark Pigmentierten sind ja so abergläubisch). Ich hab immer darauf gewartet, dass da einer unter den Tisch kriecht.

Hoffentlich hat das Unwetter “Omas guter Bleikristall-Aschenbecher” überlebt. Gut, dass wir ihn noch am Nachmittag fotografiert hatten, sozusagen, um ihm ein ehrendes Andenken zu geben.

“Omas guter Bleikristall-Aschenbecher” war der EINZIGE Aschenbecher der gesamten Gastronomie in Namutoni. Er sah wirklich so aus, als ob er noch aus der Gründerzeit des Forts stammt. Auf jeden Fall ein uraltes Stück. Er wurde von Tisch zu Tisch weiter gereicht.

Alle anderen bekamen ein Zitronenwasserschälchen (eigentlich für die Finger gedacht) als Aschenbecher.

Hatte ich schon erwähnt, dass wir hier beim NWR sind? Da darf man nicht so kleinlich sein und kann sich freuen, wenn man hier übernachten darf.

Nach etwa 2 Stunden ließ das Unwetter für einige Minuten nach. Mit dem Schlachtruf: “We try it!” stürzten wir los, Richtung Zimmer und erreichtes es so mittel naß.

Es hat ja schon fast was vom “Spukschloß” im Spessart, so ein altes Fort, wenn es von den ganzen Blitzen erleuchtet wird.

Wir saßen noch etwas auf der Terrasse, tranken 2-3 Amarula, rauchten und sahen uns das Gewitter an. Man konnte gut “draußen” sitzen (jedenfalls überdacht), die Mücken hatten sich nämlich auch alle verkrochen.

Anschließend packten wir schon ein paar Teile in die Koffer….

Unsere Holzkohle und sonstiges Grillzubehör hatten wir schon vorher abgegeben, da wir keine weitere Verwendung dafür hatten. Das macht man hier so, das was nicht mehr gebraucht wird, gibt man an den Nächsten weiter.

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