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Namibia / Südafrika 2017 - Teil 15

Bewertung:

Von angie, Dienstag, 26. Dezember 2017, 14:58

Herrschaften und Oukies!

Heute früh machten wir uns noch vor dem Frühstück auf, um die Wasserfälle in den einigermaßen kühlen Morgenstunden (immerhin haben wir um die 36 Grad) zu besuchen.
Vom Augrabies Falls Rest Camp ausgehend führen einige kürzere Wanderwege zu und um die Wasserfälle herum. Die Wege sind nicht sehr schwierig zu begehen. Bei dem felsigen Gelände sollte man aber festes Schuhwerk tragen und auf keinen Fall Sonnenbrille, Kopfschutz und Wasserflasche vergessen.

Den meisten Besuchern reicht es jedoch, auf den sicheren Holzstegen an der Schlucht entlang zu spazieren und die Wassermassen zu bestaunen. Die Holzstege sind auch für Rollstuhlfahrer recht gut zu handeln. Der Haupt-Wasserfall ist zwar nur 56 Meter hoch, aber die Menge, die hier durch die enge Schlucht schießt, ist doch beeindruckend.



Aber auch mit niedrigem Wasserstand sind die Augrabies Falls immer noch sehr beeindruckend, am schönsten sind sie natürlich in der Zeit von März bis Mai, nach der Regenzeit. Die Landschaft um den Fluss ist aber auch zu anderen Jahreszeiten ebenso einen Besuch wert.

Auf einer Breite von - je nach Wasserstand - bis zu 153 Metern stürzt die Hauptkaskade in die Tiefe.

Schon auf dem Weg dorthin begegnen einem die putzigen Rock Dassies (Klippschliefer), deren nächste Verwandte tatsächlich die Elefanten sind. Sie tollen auch tagsüber ungeniert durch das Camp. Auch Echsen und Vögel kann man gut beobachten. Die diversen Aussichtspunkte über dem Wasser bringen den Besucher recht nah ans Geschehen und an zwei Punkten gibt es auch eine Bank, auf der es sich schön sitzen lässt.


Auf jeden Fall sollte man die Wege an verschiedenen Tageszeiten ablaufen, denn mit verändertem Sonnenstand und Lichtverhältnissen bieten sich immer wieder neue Blickwinkel und eine andere Stimmung. Daher ist es ratsam mindestens zwei Nächte im Restcamp zu verbringen.

Da es hier im Park keine Raubtiere gibt, ist es auch möglich nachts auf den Stegen spazieren zu gehen. Die relativ ebenen Wege sind auch in der Dunkelheit ganz gut zu laufen.


Im Park geschützt werden seltene Pflanzen und auch viele Tiere. Die seltene Unterart des Kap-Spitzmaulnashorn wurde hier wieder angesiedelt, dazu diverse Antilopenarten und Giraffen. Oft sieht man Klippspringer, Steinböckchen und Klippschliefer in den Felsen.

Eine Besonderheit ist hier die Echsenart namens Broadley's Flat Lizard (Augrabies Flach-Eidechse), die man nur auf sehr begrenztem Raum hier direkt an den Wasserfällen findet. Der Körper ist 65 - 75 mm lang, mit dem Schwanz ist es fast noch einmal so viel.

Diese hübschen Eidechsen sind sehr zahlreich und man kann sie vor allem auf den Felsen, direkt am Wasserfall, sehr gut aus der Nähe vom Holzsteg aus beobachten. Man kann lange stehen und den Tieren zusehen, wie sie pfeilschnell über die Felsen flitzen und wenn sie sich kurz vor dem Schatten erschrecken, den man auf sie wirft.


Das Augrabies Restcamp ist groß und es gibt insgesamt 59 Bungalows in verschiedenen Kategorien. 24 Chalets haben 2 Betten und ein Schlafsofa, 16 Chalets bieten von der Veranda gegen geringen Aufpreis einen schönen Blick in Richtung Schlucht und die gegenüber liegenden Berge.

10 Unterkünfte haben 3 Betten und weiter 9 sind so genannte Family Cottages für bis zu 4 Personen. Vor jeder Eingangstüre gibt es eine gemauerte Steinbank und einen großen, runden Tisch plus die obligatorische Grillstelle (Braai).

Wir haben eines der View-Chalets gebucht. Diese liegen am Rand der Anlage in Richtung Fälle mit Blick auf Felsen und ins Grüne. Den Wasserfall sieht man von dort aus dennoch nicht, man kann ihn nur im Hintergrund rauschen hören. Um ihn zu erreichen läuft man auf den Holzstegen bis zu den einzelnen Aussichtspunkten entlang der Schlucht.

Man bekommt an der Rezeption einen Bungalow der gebuchten Kategorie zugeteilt und einen gedruckten Camp-Plan mit Anfahrtsbeschreibung dorthin. Geparkt wird praktischerweise direkt vor dem Bungalow. Die Einrichtung ist rustikal.

Für Tagesbesucher ist das Camp nicht zugelassen. Die parken auf einem eigenen Areal und laufen dann ein Stück zu Fuß zu den Fällen. Es gibt dort auch Picknickplätze und sogar einen eigenen, sehr schönen Pool.

Drei weitere Pools befinden sich innerhalb der Anlage, nur für die Bewohner des Restcamps. Bei der großen Hitze wurde von diesem Angebot reger Gebrauch gemacht, teilweise bis spät in die Nacht.

Internet gibt es nur im Restaurantbereich und vor der Rezeption, dazu kauft man im angrenzenden Shop WiFi-Time. Eine Stunde gewohnt lahmes Internet kosten 20 Rand.

Sicher gibt es im Obstanbaugebiet davor auch sehr nette und wesentlich hochwertigere Unterkünfte mit gutem Essen und allem Luxus. Aber wir haben uns bewusst dagegen und für mehr Nähe zur Natur entschieden.

Die Lage ist wirklich einmalig und man muss nicht am Parkeingang immer diese leidigen Formalitäten erledigen, wenn man nur mal kurz zum Gucken oder Fotografieren zu den Fällen möchte.

Im Nationalpark rund um die Wasserfälle fällt nur wenig Niederschlag und so haben sich hier nur einige Köcherbäume, ein paar Akazien und viele Sukkulenten angesiedelt.



Im Sommer steigen hier die Temperaturen teilweise auf über 40 °C im Schatten und die Natur hat sich darauf eingestellt. So besucht man die Aussichtspunkte besser am Morgen oder am Abend.

Jetzt über die Weihnachtsfeiertage ist das Camp nahezu ausgebucht. Beim check-in bzw. check-out bilden sich jeden Tag lange Schlangen. Die zur Verfügung stehenden Parkplätze reichen bei Weitem nicht aus für den Ansturm der Besucher. Es wird wild geparkt, zugeparkt und rangiert.

Wir überlegen aktuell, wie wir morgen am strategisch günstigsten bei der Abreise vorgehen. Dafür hatten wir heute Mittag einen guten Zeitpunkt im Shop erwischt. Als gerade nichts los war, stürzten wir, bewaffnet mit der Coolbox rein. Die allerletzte Butter war somit unsere! Ha!

Savanna & Windhoek Lager hatten wir vorgestern schon gekauft, weil am Sonntag bzw. Feiertag gibt´s ja nichts alkoholisches. Die Kühlschränke sind mit Vorhängeschlössern versehen und überall pappt ein Schild dran.

Mit großem Interesse beobachtete der Monsieur le Chauffeur, dass der Scanner an der Kasse temporäre Aussetzer zu verzeichnen hatte - nämlich immer dann, wenn Mitarbeiter des Restcamps mit ihren Einkäufen dort standen. Wundersamer Weise zeigte die Kasse, trotz Scan, nichts an.


Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und lekker Slap!

Angie & der Monsieur le Chauffeur

Dieser Artikel wurde bereits 1 557 mal gelesen.


Kommentare (1)

  • 1

    Von Fitschi (Dienstag, 26. Dezember 2017, 18:55)

    :denk: Vielleicht zeigen die Kassen bei reichen Touristen (und alle Touristen aus Europa sind reich) dann mehr an ?

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