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Namibia / Südafrika 2017 - Teil 7

Bewertung:

Von angie, Sonntag, 17. Dezember 2017, 15:16

Herrschaften und Oukies!

Heute haben wir Namibia verlassen und sind in den südafrikanischen Teil der Kalahari gewechselt.

Um kurz nach 9 verließen wir die Kalahari Game Lodge und fuhren die letzten 20 Kilometer zum Border Post, dort ließen wir unsere Pässe abstempeln. Jetzt waren wir sozusagen ohne Visa, ohne alles unterwegs.



Auf südafrikanischer Seite ging es dann zum SAN-Parks Office. Dort wurden unsere Übernachtungsvoucher kontrolliert. Man darf über Mata Mata nur dann in Südafrika einreisen, wenn man mindestens 2 SAN-Parks Übernachtungen vorweisen kann.

Das Clearance Zertifikat des Leihwagenvermieters wurde ebenfalls kontrolliert, damit sichergestellt ist, dass man mit dem Fahrzeug nicht illegal über die Grenze abhaut. Und natürlich auch der Fahrer überprüft - es kann ja sein, dass gegen ihn noch etwas vorliegt.

Ein Permit für den Park wird auch ausgestellt und die Parkgebühr kassiert. Für uns Zwei sind für 3 Tage rund 2.000 Rand an Park Fee fällig. Dagegen sind die Parkgebühren in Namibia ein Schnäppchen.




Jetzt begann das Drama: der Monsieur le Chauffeur konnte sich nämlich nicht mehr erinnern, wo er den Umschlag mit den mühsam zusammen gesammelten Rand versteckt hatte. NAm Dollar werden nämlich in Südafrika nicht akzeptiert, Rand in Namibia hingegen vom ehemaligen Mutterland schon.

Als ich kurz davor war den Monsieur le Chauffeur zu erwürgen, fiel dem SAN-Parks Office plötzlich ein, dass man neuerdings doch über ein Kartenlesegerät verfügt. Da war ich mir nicht mehr sicher, wen ich zuerst erwürgen soll. Das hätte die Flitzpiepe doch sofort sagen können. In letzter Sekunde konnte so verhindert werden, dass wir unser ganzes Gepäck auf dem Parkplatz auseinander friemeln.

Nach diesem Drama ging es die knapp 130 Kilometer in Richtung Süden, zum Main Restcamp "Twee Rivieren" oder auch "Two Rivers". Wie der Name es schon vermuten lässt, kommen hier 2 Trockenflüsse (Auob und Nossob) zusammen.



Auf dem Weg machte der Kgalagadi Transfrontier Park seinem Ruf, der Katzenpark schlechthin zu sein, alle Ehre. Sage und schreibe 19 Löwen und einen Cheetah (Geparden) konnten wir auf unserer Sichtungsliste verbuchen.

Starke Windböen trieben immer wieder kleine Sandstürme über die Savanne und es kamen immer mehr Wolkenformationen auf. Große Antilopengruppen standen unter den Akazien und versuchten sich zu schützen. Das war das erste Mal, dass wir ein Steinböckchen haben hecheln sehen.

In Twee Rivieren angekommen, ging es in das pompöse Main Office, in dem sich Südafrika und Botswana die Parkadministration teilen. Das Ding hat ungefähr die Ausmaße der neuen Elbphilharmonie. Links heißt es Two Rivers für den Botswana-Teil und rechts heißt es Twee Rivieren für den südafrikanischen Teil, der überraschender Weise sogar etwas kleiner ist. Was bei diesen Größenverhältnissen hier aber geradezu lächerlich ist.



Vor dem Gebäude steht eine imposante Bronze-Skulptur in Form von springenden Oryx-Antilopen. Sehr beeindruckend - und bestimmt auch teuer.

Jedenfalls mussten wir jetzt auf der rechten, südafrikanischen Seite sagenhafte 3 Schalter abklappern:
1. Immigration nach Südafrika, da wir später weiter nach Südafrika ausreisen wollen.
2. Nochmalige Kontrolle der Fahrzeugpapiere und des Fahrers.
3. Nochmalige Kontrolle unseres Vouchers und die Vergabe der Zimmerschlüssel. Dazu gab es einen Plan von dem riesen Areal des Restcamps und die entsprechenden Erläuterungen dazu.

Und als wir also durch das Camp in Richtung des gebuchten Chaltes zuckelten, wen sehen wir da, einen Bungalow weiter stehen? Den Dusterfahrer! Und wer wohnt vis-á-vis? Die Luxemburger mit ihrem Guide! Ich sag´s doch: Afrika ist ein Dorf!

Da wir heute Abend ja ursprünglich grillen wollten, sind wir noch schnell im Camp-Shop vorbei und haben uns mit Boerewors eingedeckt. Dazu noch ein bisschen Toast und Eier fürs Frühstück. Hier ist nämlich Selbstversorgung angesagt - und der Kapholländer liebt nichts mehr, als den Grill anzuwerfen und das Ereignis entsprechend zu zelebrieren.

Von unserer Terrasse aus haben wir einen prima Blick auf das etwas tiefer liegende Camping-Areal. Wenn die Kapholländer campen, dann aber richtig. Das was da unten steht, dagegen war Napoleons Waterloo Camp ein Mückenschiss!

Wenn Südafrikaner campen, dann stellt man seinen Stuhl am Besten in die erste Reihe und guckt sich das Spektakel an. Was die alles dabei haben: sagenhaft. Die kommen mit einem ganzen Anhänger und da ist die Küche drin, die nur noch aufgeklappt werden braucht.

Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, es fing nämlich an zu gewittern, was das Zeug hielt. Wir setzten uns erst einmal mit unseren Stühlen unter das Vordach und ließen den Grill, Grill sein und warteten ab.

So ein riesen Gewitter hält natürlich keinen Kapholländer vom Grillen ab, das ist doch Kiki! Der Sohnemann von den Südafrikanern nebenan, hatte so Mitleid mit uns armen und verweichlichten Europäern, dass er uns tatsächlich seine Marshmallows vorbei brachte und schenkte.

Okay, okay, Planänderung! Wie heißt es so schön hier unten: Wir machen einen Plan und dann noch einen und noch einen....
Grillen fiel aus und wir gingen ins Camp-Restaurant zum Dinner. Da hockten natürlich nur die europäischen Memmen! Natürlich haben wir für morgen einen neuen Plan....

Nach dem Dinner mussten wir noch die Möbel in unserem Chalet umgestalten, denn in dem Gebälk der Zimmer wohnt überall der Herr Batman mit seiner Familie. Leider haben die Fledermäuse sehr schlechte Manieren und sind vor allen Dingen nicht stubenrein. Da haben wir die Betten kurzerhand verschoben.

Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und "Lekker Slap"!

Angie & der Monsieur le Chauffeur

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