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  • angie

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Namibia 24.12.

Bewertung:

Von angie, Freitag, 28. Dezember 2012, 17:59

Herrschaften!!!

Ich mache demnächst ein Lebensmittelgeschäft in Outjo auf - und das kam so:

wir verließen die Damara Mopane Lodge gegen 9 Uhr und fuhren nach Outjo. Schon bei der Einfahrt wurde klar, daß alles áus dem Umkreis von 100 und nochwas Kilometern ganz genau die gleiche Idee hatte.

An der 1. Tankstelle, die wir anfuhren, gab es schon keinen Sprit mehr. Da wurde der Monsieur le Chauffeur schon etwas nervös. Die schickten uns gleich mal zum nächsten Mitbewerber und da wurden wir dann auch tatsächlich versorgt.

Nächster Punkt der Tagesordnung: Bank.
Geld und Zahlungsmittel sind hier so eine Sache für sich. Die Kartengeräte sind meistens "disconnected", der Bankautomat nimmt mal diese und mal lieber jene Karte, wenn man Glück hat gibt´s 1000 Namib Dollar (etwa 100 €), wenn man Pech hat nur 50 (5€) oder gar 10 (1€) und wenn man ganz großes Pech hat gar nix.

Entsprechend lang waren die Schlangen vor den Geldautomaten. Da man aber als Tourist, der zweifelsohne etwas mehr Geld abhebt als der Einheimische, sich da nicht unbedingt einreihen möchte, suchte der Monsieur le Chauffeur eine Bank zwecks Geldumtausch auf.

Gut, die war gefunden, der Parkplatz auch. Ich blieb im vollgepackten Auto sitzen und der Fahrer verschwand in der Bank - für eine knappe Stunde...

Ich hatte aber keine Langeweile, denn es kamen 3 Nüsschenschnitzer, 2 Zigarettenschnorrer und der Lederwarenhändler meines Vertrauens, die mich alle mehr oder weniger gut unterhielten.

Als der monsieur le Chauffeur wieder auftauchte, ging es direkt zum größten Supermarkt des Ortes. Der Menschenansammlung hatte dovor schon ungeahnte Größe entwickelt. Diesmal blieb der Chauffeur im Wagen und ich stürzte mich ins Getümmel.

Der Laden war sowas von voll voll, afrikanisch voll voll. Jedenfalls gab´s weder Einkaufswagen noch Einkaufskorb mehr. Der Besitzer, ein deutsch-südwestler, organisierte mir erstmal einen Einkaufswagen, damit ich da auch ordentlich mitmischen konnte.

Im Laden selber stand ich fassungslos vor leergefegten Regalen was sollte ich da überhaupt noch kaufen? Das Personal kam weder durch noch mit dem Befüllen der Regale nach. An der Fleischtheke standen in 6er Reihe etwa hundert Leute - also nix Grillfleisch kaufen.

An der Brot/Kuchentheke ging es noch. Jedenfalls haben 2 afrikansiche Damen und ich ein Einkaufstrio gebildet. 2 haben immer auf die Wagen aufgepasst und die Dritte nahm ihre gewünschten Waren aus dem Regal. So schoben wir uns Regal für Regal durch die menschenmassen. Manchmal mussten wir uns aneinander festhalten, damit keine abhanden kam.

Trotzdem hatte die beiden Damen und ich total Spaß und wir lachten uns zusammen schlapp. An der Kasse schoben wir uns auch Millimeter für Millimeter vor. Jedenfalls erfuhr ich, daß der Laden einem Deutschen gehört, der das Geschäft seines Lebens macht und überhaupt ist das der einzige, vernünftige Laden weit und breit. Außerdem müsste jemand dringend einen weiteren Laden eröffnet, am besten jemand deutsches, dann klappt es auch, denn die anderen Supermärkte könne man vergessen.

Ich versprach: "I will do it!" Ok, so waren wir uns einig, daß, wenn ich das nächste Mal nach Outjo komme, ganz bestimmt einen Supermarkt eröffne.

Als meine Einkäufe endlich an der Kasse lagen, schnappte mir auch schon jemand den Wagen wieder weg. So haben mir die Damen noch die Einkäufe mit verpacken geholfen und zum Auto getragen. Das war doch supernett!

Der Monsieur le Chauffeur hatte auch Unterhaltung diverser Nüsschenschnitzer, Zigarettenschnorrer usw. So hat er die 1 1/2 Stunden, die ich im Laden verbrachte, auch gut überstanden! :D

Jetzt konnte es aber auch wirklich los gehen, Richtung Norden, in den berühmten Etosha Nationalpark.

Nach etwa 100 km erreichten wir das Anderson Gate im Süden. Dort bekamen wir wieder eine Registrierung: Autokennzeichen, Personenanzahl, Dauer des Aufenthaltes. Damit ging es dann zum Restcamp Okaukuejo, das ist das Größte im ganzen Etosha.

Etwa 100 Bungalows/zimmer für je 2-4 Personen und dazu einen großen Campingplatz. Kurzum : so stelle ich mir Urlaub im Center Park vor.

In Okaukuejo muß man dann erstmal zur Rezeption. Da sitzen 3 wichtige Damen: 1 fürs Permit bezahlen und 2 für die Unterkunftreservierung. Überraschend problemlos ging alles von statten, wenn man mal von den langen Schlangen davor absieht.

Dass der NWR dennoch seinen berüchtigten Ruf zurecht geniesst, sollten wir auch feststellen, doch dazu kommen wir später.

Hier ging jedenfalls alles erstmal glatt, es mussten nur noch 500 NamibDollar Deposit (etwa 50 €) für den dämlichen Zimmerschlüssel bezahlt werden und schon konnten wir unser Bush Chalet beziehen. Das war auch soweit in Ordnung und wie wir uns das vorgestellt hatten.

Gut, in der Kitchenette gab es eine prima Ameisenstraße, aber die Ursache war schnell gefunden: das Interesse galt dem Tablett mit dem bereit gestellten Kaffe, Tee & ZUCKER. Das wurde dann im Kühlschrank deponiert, eine Runde Doom versprüht und damit war die Gefahr auch gebannt.

Einen Safe gab es nicht. Hier kam jetzt unser mitgebrachtes Fahrradschloß zum Einsatz, das wickelten wir um den Griff vom Schrank, in dem wir unseren Technikkram einschlossen.

Anschließend ging es erstmal zum Wasserloch. Dort kam gerade eine Herde Zebra an, also nix weiter spektakuläres. Wir gingen zurück, um uns draußen auf der Veranda etwas zu Essen zu machen. Das kriegten sofort zwei Gelbschnabel-Tok-Toks mit.

Abends ging es dann nochmals zum Wasserloch, diesmal mit alkoholischen Getränken. Da hatte sich zwischenzeitlich schon eine stattliche Anzahl n Leuten versammelt. Wie prosteten uns auf Weihnachten zu und urden promt vom Christkind mit einem Elefantenbullen "beschenkt". Nachdem dieser abgezogen war, kam ein Rhino. Das machte sich den Spaß die Zebras zu verscheuchen und beanspruchte das Wasserloch ganz für sich alleine.

Nachdem nur noch 2 Enten, 2 Gänse und 2 Schakale zu sehen waren, gingen wir zurück ins Chalet und ins Bett. Dass es eigentlich mehr Schakale IM Camp als draußen gibt, erfuhren wir am nächsten Tag.....

Dieser Artikel wurde bereits 782 mal gelesen.


Kommentare (3)

  • 3

    Von Hobbit (Samstag, 29. Dezember 2012, 15:03)

    Fotos liefert angie sicher später aus D, wenn die Verbindung besser ist! :dackel:

  • 2

    Von angie (Freitag, 28. Dezember 2012, 19:02)

    Ich stelle mich mit den Fotos nicht an, ich krieg wegen der schlechten Verbindung kaum die Texte hoch geladen und muß alles in kleinen Einzelabschnitten hochladen. Sonst ist wieder alles weg!

    Hier gibt es keine moderne Internetverbindung - in ganz Namibia nicht!

    Wir sitzen im Augenblick direkt neben der Lobby.

  • 1

    Von Sternedieb (Freitag, 28. Dezember 2012, 18:33)

    Endlich hab ich auch die Muse mal deine Beiträge zu lesen und muss sagen: Echte Klasse - so wie eben des Monsieur le Chauffeur Auto fährt.

    Aber echt schade, dass du dich mit Fotos etwas anstellst, denn die zum Text wären der Brüller.

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