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Algarve im Oktober - Tag 4 Mexilhoeira Grande, Bensafrim, Luz, Lagos und mehr ....

Bewertung:

Von Sternedieb, Samstag, 25. Oktober 2014, 13:20

Tag 4 startete wettertechnisch ähnlich wie der Tag zuvor. Alles ein wenig wolkenbehangen und diesig und mit Regen war zu rechnen. Trotzdem kein Grund auf dem Zimmer zu bleiben oder sich in irgendein Kaufhaus zu verziehen ... Also einfach wieder ab in den Mietwagen und etwas die Algarve anschauen. Zunächst liessen wir aber das Hotel - Frühstücksbuffet dort, wo es war und stärkten uns lieber ganz portugiesisch in einer kleinen Bar beim Mercado Municipal in Portimão, welchem wir natürlich auch noch einen kleinen Besuch abstatteten und die vielen verschiedenen fangfrischen Fischsorten und Meeresfrüchte sowie deren Verkäufer bewunderten.

Die nächste Station machten wir in Mexilhoeira Grande, einem Ort etwa 15 Minuten mit dem Auto von Portimão entfernt und der noch zum Kreis Portimão gehört. Dieser kleine Ort mit etwa 5000 Einwohnern taucht praktisch in keinem Reiseführer auf und wenn, dann nur in Nebensätzen. Also nicht wirklich ein Ort mit Sehenswürdigkeiten.

Allerdings .... es gibt da z.B. eine nette Kirche mit drei Kirchenschiffen (ja groß geschrieben, denn sonst wär es ja ein "Tunwort" bzw. Verb), die aus dem 16. Jahrhundert stammt, was man an einigen Elementen aus der Manuelinik erkennen kann. Wobei das Hauptportal wiederum im Renaissance Stil gestaltet ist. Die Kirche wird unter anderem als Igreja de Nossa Sra da Assunção na Mexilhoeira Grande oder Igreja Matriz de Mexilhoeira Grande bezeichnet. Geöffnet ist die Kirche nicht für Besucher und kann von innen nur zu den Gottesdiensten begutachtet werden.

Und wer etwas für Archäologie übrig hat, findet hier auch eine römische Ausgrabungsstätte mit dem Namen Quinta da Abicada (Villa Romana da Abicada). Die Fundstücke stammen angeblich aus dem 1. und 2. Jahrhundert.


(Mexilhoeira Grande)


(Igreja Matriz de Mexilhoeira Grande)

Irgendwie kamen wir dann nach Bensafrim (ca. 15 KM von Mexilhoeira Grande), welches schon zum Kreis Lagos gehört und mit ca. 1500 Einwohnern klein ist. Zu sehen gibt es im Ort nichts, außer evt. ein paar Stühle, auf denen bei gutem Wetter bestimmt der "Dorfschwatz" stattfindet. Zur Frühjahrszeit, wenn die Blumen anfangen zu blühen soll sich jedoch ein Besuch lohnen. Ansonsten .... hmmm - eher nein!


(Die Stühle von Bensafrim)

Dann setzte der Regen ein und wir fuhren durch einige Ortschaften, wo wir ansonsten wahrscheinlich angehalten hätten. Selbst durch Barão de São João, wo es nur ein kleines Bild von der Igreja Matriz de Barão de São João gibt.


(Igreja Matriz de Barão de São João)

Weiter ging es in Richtung Lagos mit Zwischenstopp in Luz. Luz ist eine Kleinstadt im Kreis Lagos, welche man seit 2007 kennt, denn hier verschwand das Mädchen Madeleine McCann aus bislang noch immer ungeklärter Weise aus dem Ocean Club Resort (wenn ich das noch richtig zusammenbringe - ohne Gewähr) und wenn jemand genau weiß, ob es stimmt oder nicht, freue ich mich über einen Kommentar, um diese Angabe ggf. zu ändern / korrigieren.

Schade, dass immer noch schlechtes Wetter war, denn ansonsten wären wir zu Fuß entlang der Küste in Richtung Burgens gegangen, denn dieser Weg soll landschaftlich wirklich schön sein und eine sehr schöne Sicht auf die Küste bieten. So blieben wie etwas in Luz und schauten uns etwas um. Sehr nett ist die Kirche Igreja de Nossa Senhora da Luz oder auch Senhora da Luz sowie als Igreja da Luz de Lagos bezeichnet. Sie steht unweit vom Strand und mit etwas Glück findet man direkt in der Nähe auch einen Parkplatz. Und ... als einige der wenigen Kirchen an der Algarve hatte sie geöffnet, allerdings wahrscheinlich nur, weil wir zu einem Zeitpunkt da waren, an dem eine Vorbereitung für eine Hochzeit stattfand. An einer weiteren angeblichen Sehenswürdigkeit von Luz - dem Fortaleza sind wir vorbei gegangen, denn hauptsächlich dient dieses ehemalige Fort heute als Restaurant, welches den Namen Fortaleza da Luz trägt.


(Igreja de Nossa Senhora da Luz von außen)


(Igreja de Nossa Senhora da Luz von Innen)

Wir entschieden uns, auf der Terrasse des Restaurants The Bull ein Getränk zu bestellen und eine Kleinigkeit zu essen, hatten dabei allerdings nur Glück mit dem Platz, denn die Wartezeit, obwohl wir der Bedienung mitteilten, dass wir uns auf die Terrasse setzen, war dann doch etwas lange und wir entschieden uns dann in Lagos etwas zu trinken und zu essen. Schade eigentlich, denn der Ausblick war nicht schlecht. Grundsätzlich etwas zum Service an der Algarve. Ich fand im allgemeinen diesmal den Service an der Algarve durchgehend wirklich überdurchschnittlich. Klar gab es auch Schwächen, aber insgesamt geht ganz klar der Daumen hoch. Beim The Bull ging er jedoch nach unten. Übrigens, auch wenn der Bulle von außen einen sehr vornehmen Eindruck macht, von innen ist es eher eine Kneipe oder wie die Engländer sagen: Pub.


(Bild: The Bull Bar & Restaurant in Luz)

Nun also weiter nach Lagos. Zu fahren waren etwas über 10 Minuten und da wir keine Lust hatte, lange einen Parkplatz zu suchen, wählten wir das Parkhaus ganz in der Nähe der Innenstadt an der Hafenpromenade. Als erste Anlaufstelle galt es ein nettes Lokal zu finden um erstmal etwas zu trinken. Die Wahl fiel ganz spontan auf das Restaurante (Cervejaria) Dois Irmaos direkt am Praca do Infante bzw. Praça da Republica. Es ist ganz nett, hier zu sitzen und bekamen dazu noch ein ganz besonderes Schauspiel als Zugabe. Eine portugiesische Hochzeitsgemeinde traf am Praça da Republica ein, um einige Fotos zu machen. Allerdings wurden die Fotos hauptsächlich von den Touris gemacht. Es schien so, als wären diese eingeladen, sie knipsten wie wild darauf los. Aus der Nähe und aus der Ferne - ganz egal Hauptsache die Braut ist drauf.


(Dois (2) Irmaos in Lagos)

Da wir ja schon im Mai hier waren und es bereits einen Bericht von Lagos gibt, fasse ich mich etwas kürzer. Und da wir ja auch im Mai 2014 schon einiges gesehen hatten, verzichteten wir zum größten Teil darauf, gewisse Dinge nochmals anzuschauen. So ließen wir z.B. die Festung Ponta da Bandeira oder die Ponta da Piedade aus, obwohl ich die Ponta da Piedade gerne nochmal besuchen würde. Natürlich wagten wir nochmal einen Blick (wir standen ja schon praktisch davor) auf und in die Igreja Matriz de Santa Maria und es schien so als ob die gleichen Bettlerinnen wie im Mai 2014 noch vor der Türe saßen.


(Igreja Matriz de Santa Maria)


(Promenade am Hafen)

Nach einem kleinen Rundgang nahmen wir noch ein kleines Mittagessen zu uns. Es "verschlug" uns in das Restaurant Dom Sebastiao und das war ganz spontan gewählt. Die Terrasse war zwar leer, aber sah sehr nett und ansprechend aus. Und hätte ich dem Kellner richtig zugehört, dann wären wir wahrscheinlich wieder gegangen, denn er meinte, dass niemand da wäre, der uns bedient, da er im Innenbereich des Restaurants alleine ist und er dort viele Gäste hätte. Da ich das aber nicht richtig verstanden hatte oder davon ausging, dass er sich falsch ausgedrückt hatte, nahmen wir trotzdem Platz und bekamen einen guten Service und ein vernünftiges Essen zu einem guten Preis angesichts der Lage des Restaurants, denn dieses liegt in der Rua 25 do Abril und damit in absoluter Innenstadtlage mit zwar ordentlicher Konkurrenz aber auch sehr viel Laufkundschaft. Ein ausführlicher Restaurant-Tipp folgt.


(Bild: Terrasse Don Sebastiao Restaurant Lagos)


(Mittagessen im Don Sebastiao)

Obwohl lägst die Sonne wieder da war und die Temperaturen deutlich angestiegen waren, fuhren wir danach relativ schnell wieder zurück nach Portimão, denn es sollte gut sein für heute. In Portimão angekommen, machten wir erstmalig einen Rundgang durch unser Hotel, denn bisher hatten wir praktisch nur unser Zimmer, den Weg zum Restaurant, welcher über die Marina führte und das Restaurant gesehen. Nach etwas frisch machen auf dem Zimmer gingen wir in Richtung Strand und dort in das NoSoloÁgua, um uns den Sonnenuntergang mit einem kleinen Getränk in der Hand anzuschauen. Bisher sind wir mehrfach daran vorbei gegangen, sind aber nicht "rein gegangen" da es keine wirklich guten Kritiken bei Tripadvisor hatte. Jupp, da kann man bei manchen Orten schonmal nachlesen, muss es aber dann auch richtig einordnen und so kam es wie es kommen musste. Obwohl wir geplant hatten, woanders etwas zu essen, versumpften wir regelrecht und genossen den Blick aufs Meer, das angenehme Wetter inklusive dem ansprechenden Urlaubsambiente und ließen den Tag ausklingen. Ein Reise-Tipp folgt natürlich auch hier.




(Beachclub NoSoloÁgua in Portimão)

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Tags: Algarve Live

Kategorien: Live Reiseberichte


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