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Live aus Mallorca - Oktober 2013 - Tag 5

Bewertung:

Von Sina, Freitag, 11. Oktober 2013, 22:26

Für heute haben wir uns ein Zimmer in einem recht zentral gelegenen Hotel in Palma gebucht, um abends genüßlich und ausführlich essen zu gehen, das ein oder andere Glas Wein zu trinken und das abendliche Flair von Palma zu genießen, ohne danach die ca. 65km an die Ostküste Mallorcas zurückfahren zu müssen.

Die Fahrt nach Palma ließen wir nach einem guten Frühstück gemütlich angehen und wählten nicht den direkten Weg quer über die Insel, sondern eher die umständlichere, längere, aber landschaftlich reizvollere Strecke über C'an Picafort und Alcudia (hier haben wir nicht gehalten, die Orte sind nicht sonderlich schön, aber super zum Durchfahren), einem kurzen Stop am Hafen vom netten Port Pollensa, wo gerade Markt und dementsprechende Parkplatznot war, aber wo der Parkplatz am "Yacht-" Hafen, auf den wir kurzentschlossen gefahren sind, uns für den kurzen Besuch nichts kostete. Hier haben wir einen kleinen Bummel am Hafen gemacht, die Idee eines schnellen Kaffees aber aufgrund einsetzenden leichten Regens verworfen und steuerten dann das erste Highlight des Tages an: Cap Formentor. Der östlichste Zipfel der Insel und der Treffpunkt der Winde. Relativ kurz hinter Port Pollensa erreichten wir einen netten Aussichtspunkt, der seinen Namen wirklich verdient. Mit Bildern von dort wird auch oft für Cap Formentor geworben und da der Blick je nach Perspektive wirklich toll ist, fällt auch nicht weiter auf, dass der Leuchtturm fehlt. Eigentlich könnte man nach dem Fotostop dort auch getrost wieder zurückfahren, wenn man Stress vermeiden will.

Wir wollten aber bis zum Leuchtturm und sind so nach dem Fotostop am Aussichtspunkt der teils engen und recht kurvigen Straße bis dorthin gefolgt. Ab ca. 750m vor dem Ziel staute sich der Verkehr auf überaus nervtötende Weise. Dies lag nicht am Verkehrsaufkommen oder an mangelnden Parkplätzen direkt am Leuchtturm, sondern daran, dass etliche Park - Leghasteniker meinten, ihren Mietwagen einfach mitten in einer Haarnadelkurve mitten auf der Fahrbahn abstellen zu müssen. Das führte dazu, dass die, die vom Leuchtturm zurück wollten, nicht mehr den Berg runter kamen und die, die hinauf wollten, nicht mehr rauf. Wir wähnten uns in einer Geheimaufzeichnung von "Deutschlands dümmste Autofahrer auf Mallorca - Special Edition". Aber leider war der Wahnsinn Realität und keine Fremdschäm - Doku. Irgendwann und mit nachdrücklichem Einsatz der Hupe, deutlichen Worten und pädagogisch wertvollen Tipps waren wir endlich am Leuchtturm, hatten ca. 30 freie Parkplätze, die den Verkehr nicht ,zur freien Auswahl und konnten bei vergleichsweise teuren Getränken (2 alkoholfreie Bier € 7,80) noch ein wenig die Aussicht genießen sowie das Parkverhalten wildgewordener Urlauber und "Sonntagsfahrer" beobachten :contentteam: . Das war besser als Kino und insofern sind die Getränkepreise auch wieder ok. Wenn man bedenkt, was für einen Arbeitsweg die wirklich netten Servicekräfte im SB - Restaurant haben...

Genug der Aufregung - den Besuch vom Leuchtturm am Cap Formentor kann man sich zumindest von ca. Mitte April - Mitte Oktober eigentlich sparen. Zeit, Aufwand, Aufregung und Nutzen stehen in keinem Verhältnis. Oder man sollte sehr früh starten und z. B. von Cala Millor aus schon um ca. 07.30 losfahren, um gegen 09.00 - 09.30 den Leuchturm zu erreichen und von dort verschwunden zu sein, bevor die Massen kommen.

Nachdem wir wieder in Port Pollensa waren, wählten wir direkt die MA 10/ 11 und kurvten im Norden der Insel durchs schöne, wilde, einsame Tramuntana - Gebirge in Richtung Soller. Landschaftlich sehr reizvoll, aber auf Dauer abgesehen von immer wieder auf der Straße auftauchenden Ziegen und Schafen und ein paar Stauseen recht fad. Kurz vor Soller hielten wir spontan in Fornalutx an... um festzustellen, dass dort offensichtlich diverse Busladungen "Freigang" hatten. Schade, der Ort ist sehr hübsch und reizvoll, aber wenn dort Busladungen ausgesetzt werden, einfach zu voll und verliert viel Flair. So fuhren wir nach einem kurzen Rundgang weiter nach Soller, wo wir etwas bummelten, eine Kleinigkeit tranken und ein Eis bei Giovanni L. schleckten und dann ging es auf dem direktesten Weg durch den Tunnel (€ 5,05 Maut) nach Palma, wo wir dann nach ca. 30 Minuten eintrafen. Hier hätte man sicherlich auch die längere, kurvigere "alte" Strecke durch die Berge nehmen können, die landschaftlich auch schön ist - aber ich hatte als Fahrerin für den Tag genug von engen Bergstrassen und Kurven.

Nachdem ein Parkplatz gefunden war, ging es direkt in die Altstadt, wo wir den Abend bei Tapas in der Taberna 5J (die wegen markenrechtlicher Querelen mit der Schinken (= jamon) inzwischen 5S heisst, einem gediegenen Hauptgang im Asador Tierra Aranda und korrespondierenden Getränken gemütlich ausklingen ließen, um danach hundemüde, vollgefuttert und glücklich ins Bett zu fallen.

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Kategorien: Live Reiseberichte


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