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Dienstag, 5. Dezember 2017, 19:47

Olympische Winterspiele 2018 in Pyeongchang, Südkorea

"Russlands Sportler dürfen wegen des Doping-Skandals nur unter neutraler Flagge an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang teilnehmen. Das entschied die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees auf ihrer Sitzung am Dienstag in Lausanne."

Quelle
"Rücksichtslosigkeit ist kein Freiheitsrecht"

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Mittwoch, 6. Dezember 2017, 08:13

Diese scheinheilige Entscheidung war relativ klar und hat Dank der "Null Toleranz Entscheidung gegen Doping" (Original Aussage Thomas Bach) viele Hintertüren und wir werden wahrscheinlich doch sehr viel mehr russische Athleten bei den Spielen sehen, als wir glauben.

Bereits bei den Sommerspielen 2016 war klar, wer letztendlich wirklich die Entscheidungen bei solchen Entscheidungen fällt.
Obwohl es eine Genaralsperre gegen russische Leichtathleten gab, durfte das russische Top-Werbegesicht eines US-Sportartikelanbieters bei den Spielen starten.
Dieser Anbieter war nebenbei natürlich auch "Official Supplier of Rio 2016 Olympic Games"

Aber so ist es halt - ohne Sponsoren keine Spiele :pfft:
Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn wieder alles gut wäre

H. Erhardt

WXYZ

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Mittwoch, 6. Dezember 2017, 09:27

Ich halte die Entscheidung für einen akzeptablen salomonischen Kompromiss.

Einerseits wird damit die Position Russlands deutlich in ein negatives Licht gestellt, abgemahnt und abqualifiziert. Auf der anderen Seite ergeht keine pauschalisierende General-Verurteilung gegen alle russischen Sportler, die dann nämlich alle vorverurteilt wären. Das die teilnehmenden russischen Sportler damit "Nationen-Neutral" und nicht unter der russischen Flagge auflaufen und teilnehmen, ist ein sehr deutliches Zeichen gegen Russland.

Offen gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, dass sich das IOK so gegen Russland stellt. Keine Frage, die Entscheidung des IOK ist ein politischer Kompromiss. Aber ein guter Kompromiss, nämlich gegen Russland und für die Sportler. Das spricht für den olympischen Gedanken. Damit stellt das IOK die (russischen) Sportler über die russische Nation. Ein Umstand der bei Putin Zorn auslösen wird. Er wurde damit öffentlich an den Pranger gestellt, was seinen Stolz treffen wird.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »WXYZ« (6. Dezember 2017, 09:29)


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Mittwoch, 6. Dezember 2017, 10:17

Das die teilnehmenden russischen Sportler damit "Nationen-Neutral" und nicht unter der russischen Flagge auflaufen und teilnehmen, ist ein sehr deutliches Zeichen gegen Russland.


Jeder weiß, dass es Russen sind und ob die jetzt russische Trikots anhaben oder nicht, wird den Zuschauer nicht jucken.
(Es wird ja von bis zu 100 Sportlern gemunkelt, die ggf. starten dürfen)


Es gibt heute wohl keine Presse, die NICHT von einem Witzurteil schreibt.

Für mich ist das eine reine Konzessionsentscheidung und Putin wird es mehr als verkraften.
Die Zeiten, wo es um Prestige und Medallienspiegel geht sind lange vorbei.

Er wird für die Öffentlichkeit den "Beleidigten" spielen, ein wenig rumpoltern und anschließend mit den IOC-Offiziellen einen Wodka
auf Eis trinken und artig goldene Weihnachtsgeschenke verteilen. Die wollen in Zukunft ja schließlich weiterhin russisches Geld :ironic:

Mit der Fußball WM hat Putin ein weitaus größeres Prestigeobjekt vor der Brust, als die Winterspiele.
Hier könnte man sich natürlich fragen, warum die FIFA das Thema Doping und die über 150 "auffälligen" Dopingproben im
russischen Fussball ignoriert ? ..... aber da hat wohl niemand Interesse dran

Naja, in ein paar Tagen spricht ohnehin keiner mehr darüber :Nope:
Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn wieder alles gut wäre

H. Erhardt

5

Mittwoch, 6. Dezember 2017, 12:18

Ob IOC oder FIFA, wenns um das Liebe Geld geht........ :pfft: