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Epprechtstein

unregistriert

1

Freitag, 24. Juni 2016, 07:56

Quo vadis Europa? Der Brexit und die Folgen

Als ich heute morgen die Entscheidung der Briten in den Nachrichten erfuhr, hat mich fast der Schlag getroffen!
Klar, Wählerwille und Tatsachenentscheidung. Die Folgen für uns alle unabsehbar. Aber auch das ist wohl Demokratie.
Fazit für mich: Volksentscheide haben ihre eigenen Gesetze, Weitblick und Realitätsbewusstsein sind hier auf der Strecke geblieben.
Ich hätte viel derbere Worte auf der Tastatur, nützt aber auch nix mehr. Die "Freude der Sieger" wird von kurzer Dauer sein.

2

Freitag, 24. Juni 2016, 08:06

Weitblick und Realitätsbewusstsein sind hier auf der Strecke geblieben.



Naja, warten wir mal ab und manchem EU-Politiker mangelt es ebenfalls an Realitätsbewusstsein.
Natürlich sind wir unterm Strich einer der Winner der EU, aber das Gebilde EU ist von Anfang an mit der heißen Nadel gestrickt und ohnehin ein wackeliges Kartenhaus.
Hier wurden Jahrelang "arme" Länder geködert und eingekauft, sodass die EU überhaupt zustande kam.
Der Brexit ist eine schallende Ohrfeige für die Herren und Damen in Brüssel :ironic:
Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene :denk:

Epprechtstein

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3

Freitag, 24. Juni 2016, 08:08

...und wird ein schmerzender Einschnitt in unseren Alltag!

4

Freitag, 24. Juni 2016, 08:24

Volksentscheide haben ihre eigenen Gesetze, Weitblick und Realitätsbewusstsein sind hier auf der Strecke geblieben.

... und genau deshalb bin ich kein Freund von Volksentscheiden. Die Gefahr auf redegewandte Demagogen hereinzufallen ist viel zu groß.

Die Briten haben u.a. nicht begriffen, dass die Europäische Union nicht nur für eine Wirtschaftsmacht steht, sondern auch für Frieden! und Freiheit der Europäer. Schade dass derzeit auf dem Altar der Lamentierei und Skepsis mit dem Hintern eingerissen wird, was unsere Vorfahren nach zwei mörderischen Kriegen mühsam aufgebaut haben.

Bevor man sich zu Äußerungen hinreißen lässt sollte man sich vielleicht mit der Geschichte der europäischen Union befassen die mitnichten mit heißer Nadel gestrickt wurde. Dies kann lediglich für Zeit nach dem Fall des "eisernen Vorhangs" gelten. Danach wurden innerhalb kürzester Zeit osteuropäische Länder Mitglied der EU die noch heute weit vom Standard Kerneuropas entfernt sind. Auch die Einführung des EUROS in Ländern deren Wirtschaftkraft nahezu auf dem Niveau von Entwicklungsländern ist und war, das kann als Fehler bezeichnet werden. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Die Vorteile Europas überwiegen meiner Ansicht nach wie vor sämtliche Nachteile und Probleme die sich aufgetan haben. Man möge mir bitte mal aufzeigen wie hoch der seit dem Ende des zweiten Weltkriegs herrschende Friede in Europa bewertet wird. Mit Kleinstaaterei und ohne Zusammenarbeit hätte es den sicher nicht gegeben. Die hässliche Fratze der Nationalisten zeigt sich doch nun an allen Ecken und Enden und erlebt einen Aufschwung.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »revealmap« (24. Juni 2016, 08:32)


5

Freitag, 24. Juni 2016, 08:41

Da der Brexit sich auch auf Unternehmen der Reisebranche wie Airlines auswirken wird, habe ich den Thread hier zum Europabereich verschoben (und die Überschrift erweitert), der auch allgemein gelesen werden kann. Wichtiges Thema mit Auswirkungen auf ganz Europa, nicht nur auf die EU.
„I'd agree with you. But then we'd both be wrong.“
Unbekannte Herkunft

6

Freitag, 24. Juni 2016, 08:50

Darf mir die Konsequenzen noch gar nicht richtig ausmalen. Wir arbeiten hier mit einem halben Dutzend britischer Firmen zusammen und "importieren" bei offenen Grenzen von dort nach Deutschland. Problemlos und produktmässig, da überwiegend dort produziert, hier bzw. im EU-Markt nicht zu ersetzen. Wird ein echtes Problem.
Jede Sendung sozusagen verzollen an der Grenze, Spediteure gegen Extrakosten damit beauftragen. Längere Transportzeiten. Drittlandsware in Zukunft. Bin schockiert.
„I'd agree with you. But then we'd both be wrong.“
Unbekannte Herkunft

7

Freitag, 24. Juni 2016, 08:58

Ryanair nach Stansted. Da der Flughafen optimal gelegen, eben mal Lieferanten besuchen. Morgens hin, abends zurück. Fällt auch in der Form weg. Ryanair als irische Airline und den meisten Flugverbindungen nach Großbritannien (Stansted steht und fällt mit Ryanair) hat dann keine Flugerlaubnis mehr, da Luftfahrtabkommen mit GB enden. Wie auch easyjet von Großbritannien aus nicht automatisch gen EU-Europa starten darf. Natürlich sind auch alle EU-Flieger gen Großbritannien betroffen.

Neue Abkommen, welchen Inhalts auch immer, brauchen Zeit.
„I'd agree with you. But then we'd both be wrong.“
Unbekannte Herkunft

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cuate« (24. Juni 2016, 09:04)


8

Freitag, 24. Juni 2016, 09:06

Die Auswirkungen im täglichen Leben werden wir wohl erst Stück für Stück zu spüren bekommen. Vieles was heute selbstverständlich erscheint wird morgen zum Problem. Ich habe gerade eine Statistik (vor der Wahl) gelesen aus der hervorging, dass die BREXIT-Befürworter überwiegend bei der Genaration 50+x zu suchen sind. Wäre dem so, hätten sie dem Land einen Bärendienst erwiesen.

Aber und sollten wir nicht vergessen, auch Europa, die Instituionen haben natürlich Fehler gemacht. Dieser Kommentar des Handelsblattes bringt es für mich auf den Punkt. "Jedem Ende wohnt ein Anfang inne" - ich hoffe, der BREXIT ist der Auslöser für notwendige Reformen und die Rückbesinnung auf das Europa welches auch von seinen Bürgern akzeptiert wird.

9

Freitag, 24. Juni 2016, 09:09

Das ist der Anfang vom Ende der Europäischen Union.

10

Freitag, 24. Juni 2016, 09:19

Nein, das sehe ich nicht. Es kann der Beginn der Erneuerung sein und ich hoffe sehr stark dass dem so ist. Wir brauchen ein starkes und gemeinsames Europa ohne Angst vor dem Nachbarn.

11

Freitag, 24. Juni 2016, 09:20

Cameron tritt zurück!

Gerade live im TV

WXYZ

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12

Freitag, 24. Juni 2016, 09:21

Als ich heute morgen die Entscheidung der Briten in den Nachrichten erfuhr, hat mich fast der Schlag getroffen!
Klar, Wählerwille und Tatsachenentscheidung. Die Folgen für uns alle unabsehbar. Aber auch das ist wohl Demokratie.
Fazit für mich: Volksentscheide haben ihre eigenen Gesetze, Weitblick und Realitätsbewusstsein sind hier auf der Strecke geblieben.
Ich hätte viel derbere Worte auf der Tastatur, nützt aber auch nix mehr. Die "Freude der Sieger" wird von kurzer Dauer sein.
Wunderbar alles auf den Punkt gebracht. Welche negativen Auswirkungen diese Entscheidung für die Briten und für die Bürger der EU Staaten haben wird, ist noch nicht absehbar.

In den nächsten 2 Jahren wird sich entscheiden ob:

a.) Die die EU den Briten mit Zugeständnissen entgegenkommt oder frei nach dem Motto handeln wird: "Raus ist Raus".

b.) Andere - angebliche unzufriedene - EU Staaten ähnlich handeln, so z.B. die Niederlande, Polen oder Österreich.

c.) Wie die EU insgesamt reagiert ? Ob man vielleicht den Regulierungswahn reduziert, weil genau der bei diversen EU Bürgern Unmut auslöst. Und ob man u.U. so viel EU Bestimmungen "wie nötig" weiter installiert, aber umgekehrt mehr nationalen Wünschen entgegenkommt.

Fazit dieser Brexit-Entscheidung wird sein, dass wir alle - an erster Stelle die Briten - unter dieser EU-Schwächung zu leiden haben. Zudem bekommen rechts orientierte Parteien wie die AfD in Deutschland, eine FPÖ in Österreich und ebenso "Rechte" in Frankreich, den Niederlanden und Polen weiter Auftrieb.

Eine sehr ungesunde Entwicklung der Europäer. Weltweit wird uns das Reputation und Wirtschaftskraft kosten. Eines darf man allerdings unterstellen, nicht nur die britischen Euro-Gegner feiern, auch ein gewisser Herr Putin wird sich süffisant die Hände reiben. Jede Schwäche der EU wird Putin als Sieg feiern.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »revealmap« (24. Juni 2016, 10:10) aus folgendem Grund: Parteiname korrigiert


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Freitag, 24. Juni 2016, 09:26

Das ist der Anfang vom Ende der Europäischen Union.
Sehe ich nicht so. Die EU ist geschwächt - keine Frage. Gleichzeitig ist die EU aber sensibilisiert, gewisse eigene Handlungsformen, Entscheidungen und Prozessketten selbstkritisch zu hinterfragen.

Epprechtstein

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14

Freitag, 24. Juni 2016, 10:44

Der Brexit ist eine schallende Ohrfeige für die Herren und Damen in Brüssel :ironic:

...na und! Meinst du, dass auch nur ein Abgeordneter(außer den Briten, die rausfliegen) einen persönlichen Nachteil erleiden wird?
Man hat es denen da oben mal richtig gezeigt, gelle :batsch: Das, was jetzt kommt, bezahlen u.a. wir! Ein Pyrrhussieg sondergleichen.
Cuate(ich verzeihe dir das verschieben :knuddel: :smil1: ), revealmap und WXYZ treffen das Thema richtig gut!
Meine Meinung: Denen, die sich freuen, sollte es besonders weh tun! Von mir aus bis zum Jobverlust etc. Und das ist nicht! ironisch gemeint. Stimmvieh ist wie Kamikazeflieger, man führt sich selbst zur Schlachtbank.
Man verzeihe mir die drastischen Worte, aber ich bin ehrlich entsetzt ob dieser Entscheidung!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Epprechtstein« (24. Juni 2016, 10:48)


15

Freitag, 24. Juni 2016, 11:47

Kurier.at hat hier mal einen "Austritts-Fahrplan" versucht aufzuzeigen:

http://kurier.at/politik/ausland/brexit-…ter/206.201.125
„I'd agree with you. But then we'd both be wrong.“
Unbekannte Herkunft

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16

Freitag, 24. Juni 2016, 14:02

Der Brexit ist eine schallende Ohrfeige für die Herren und Damen in Brüssel :ironic:

...na und! Meinst du, dass auch nur ein Abgeordneter(außer den Briten, die rausfliegen) einen persönlichen Nachteil erleiden wird?
Man hat es denen da oben mal richtig gezeigt, gelle :batsch: Das, was jetzt kommt, bezahlen u.a. wir! Ein Pyrrhussieg sondergleichen.
Cuate(ich verzeihe dir das verschieben :knuddel: :smil1: ), revealmap und WXYZ treffen das Thema richtig gut!
Meine Meinung: Denen, die sich freuen, sollte es besonders weh tun! Von mir aus bis zum Jobverlust etc. Und das ist nicht! ironisch gemeint. Stimmvieh ist wie Kamikazeflieger, man führt sich selbst zur Schlachtbank.
Man verzeihe mir die drastischen Worte, aber ich bin ehrlich entsetzt ob dieser Entscheidung!
Das bin ich auch - entsetzt !

Erste vorsichtige Wähler-Analysen deuten drauf hin, dass die Mehrzahl der Austritts-Befürworter eher der Generation 50+ angehören, während die jüngeren Briten eher in Richtung "Pro Europa" gestimmt haben.

Epprechtstein

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17

Freitag, 24. Juni 2016, 14:13

Die werden schon noch merken, was sie sich und vor allem ihren Nachkommen angetan haben! Vom Beifall europäischer nationalistischer Parteien kann man keinen Lebensstandard erhalten :Günni:

18

Freitag, 24. Juni 2016, 14:32

Herr Seehofer, las ich so nebenbei, empfiehlt für Deutschland auch mehr Abstimmungen :denk:

deutschlandradiokultur.de/bayern-vom-freistaat-zum-freien-staat.1001.de.html?dram:article_id=358021
„I'd agree with you. But then we'd both be wrong.“
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19

Freitag, 24. Juni 2016, 14:33

@Epprechtstein

Richtig, ganz sicher nicht. Stellt sich nur die Frage, ob die AfD (Aus für Deutschland) weiter Zuläufe verzeichnen kann, oder ob die zunehmenden Personalquerelen demnächst auch Frauke Petry vor die Türe setzen.

Epprechtstein

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20

Freitag, 24. Juni 2016, 15:03

Der Horsti ist schon etwas in die Jahre gekommen, er redet manchmal wirr... :ironic: :crazy: