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Sonntag, 18. Juli 2010, 17:46

Flughafen Düsseldorf: Barrierefreies Reisen

Hier möchte ich Euch meine Erfahrungen für den Flughafen Düsseldorf nahe bringen. Diese beziehen sich auf die Anreise per Auto, da wir die Bahn (für uns persönlich) als Transportmittel mittlerweile abgehakt haben. :Nope:

Die Parkmöglichkeiten für gehandicapte Reisende sind in Düsseldorf ziemlich gut gelöst:

http://www.duesseldorf-international.de/…e_b/#behinderte

Hier wird empfohlen die Parkmöglichkeiten der Tiefgarage unter dem Terminal (P1) oder der beiden gegenüberliegenden Parkhäuser (P2 & P3) kostenlos zu nutzen.

Lageplan:

http://www.dus-parken.de/index.php?lightbox=an

Doch Achtung! Es heißt hier (Zitat):

"Zu 100 Prozent schwer Gehbehinderte, die im Besitz des amtlichen Schwerbehindertenausweises sind, parken auf allen Plätzen kostenlos. Mit anderen Worten: Jeder, der im öffentlichen Straßenverkehr zur Nutzung der für Behinderte ausgeschilderten Parkflächen berechtigt ist, kann bei uns kostenfrei parken." (Zitat Ende)

Hierbei hat der Betreiber der Parkhäuser nämlich eine Kleinigkeit übersehen, bzw. durcheinander gebracht: Nicht jeder, der 100% schwerbehindert ist, bekommt/hat auch automatisch einen Parkausweis - UND nicht jeder, der einen Parkausweis hat, ist zu auch 100% schwerbehindert. :help:

siehe dazu auch hier zum Thema Behindertenparkplätze:

http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de9…TKAp9EMHZPn4m1z

Es ist kompliziert, weshalb es immer wieder mal bei der Abholung des Fahrzeuges am Düsseldorfer Flughafen zu einem "kleinen Wirbel" kommt, da die Mitarbeiter zwar ihr Bestes tun, aber sich in den Feinheiten nicht so richtig gut auskennen. ;(

Man kommt aus dem Flieger, der Gehandicapte hat seinen Rollstuhl unter dem Sitzteil und die Begleitperson schieb den Gepäckwagen. Jetzt muß nur noch das Ticket zur Freischaltung der Schranke besorgt werden (es heißt zwar, es kommt ein Mitarbeiter zur Schranke, aber das ist gelegentlich auch nur Theorie! Von daher selber besorgen!) und dann kann es auch SOFORT nach Hause gehen.

Zu diesem Zweck werden Rollifahrer sowie Gepäckwagen im nächstbesten Café abgestellt :lecker: und die Begleitperson macht sich auf die Socken. Achtung!!! Alle Unterlagen mitnehmen, sonst gibt es unnötige Rennerei. Also: mit dem Schwerbehindertenausweis bewaffnet, den Ausweisen (Personalausweis oder Reisepass), den Tickets UND DEM PARKAUSWEIS.

Wie Parkausweis? Der liegt doch logischerweise im Auto! :batsch:

Nein, den wollte die überaus korrekte Dame auch sehen und anhand dessen die Parkberechtigung überprüfen, da ihr ein Schwerbehindertenausweis mit 80%, G, aG & B nicht ausreichte. Also: mal ganz kurz ins Parkhaus flitzen und den Parkausweis holen und vorlegen. Jetzt gabs auch das Umsonst-Ticket!

Der Rollifahrer/die Rollifahrerin sitzt derweil im Café und wundert sich darüber, ob sich der Partner wohl heimlich aus dem Staub gemacht oder der Begleitung etwas zugestoßen sein könnte. :cry:

In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn das Fahrzeug unter dem Terminal in der Tiefgarage (P1) steht. Da kann man schnell mal mit dem Aufzug runterfahren und das gewünschte herbei holen.

Bei den Parkplätzen der Parkhäuser muß man erst raus aus dem Terminal, über die Straße rennen und dann mit dem Aufzug in das Parkhaus. Jetzt ist es günstig, wenn man sich vor dem Abflug die Nummer des Parkplatzes und vor allem das Parkdeck notiert hat. Ansonsten sucht man in der Aufregung stundenlang nach dem Auto und der Rollifahrer im Café fängt an, über Scheidung nachzudenken. :Na warte...:

Um das Ganze möglichst einfach zu vermeiden, empfiehlt es sich eine schicke Farbkopie des Parkausweises anzufertigen und diese hübsch zu laminieren. So kann man, der überaus korrekten Dame, umgehend alle notwendigen Dokumente vorlegen - ohne vorher noch mal zum Auto rennen zu müssen und das Thema Scheidung kommt auch erst gar nicht auf.

Ist man mit dem Umsonst-Parkticket ausgestattet, kann man jetzt den Rollifahrer nebst Gepäck aus dem Café abholen und los geht´s zum Aufzug. Diese sind im Düsseldorfer Flughafenterminal deutlich geräumiger ausgestattet als beispielsweise in Frankfurt - ALLES past rein. :TOP:

Mit dem Aufzug in die Tiefgarage, zum Auto, alles einladen, zur Schranke gefahren, Ticket rein - Schranke geht hoch und freie Fahrt!

2

Freitag, 12. November 2010, 21:36

Wer mit dem Auto anreist, sollte vorher mal nach einem anderen Parkplatz suchen, als nach dem vom Flughafen. Man kann dabei jede Menge Geld sparen und wird auch noch von Parkplatzshuttles direkt zum Terminal gefahren. Das dürfte sicherlich auch für behinderte Mitbüger recht interessant sein.


Eine Webseite zum Thema **Edit weil unerlaubte Werbung*** ist ***** . Hier findet man alle bzw. die meisten Anbieter solcher alternativen Parkplätze am Flughafen Düsseldorf. Hier ist vor allem auch das Valet-Parking ganz interessant. Dabei wird das eigene Auto vor dem Terminal von einem Fahrer abgeholt und nach der Reise wieder zum Treffpunkt am FLughafen übergeben.

:urlaub:


Edit by Amigo

3

Freitag, 12. November 2010, 21:42

Schätzelein, das Parken am Düsseldorfer Flughafen ist für Behinderte, die im Besitz eines Parkausweises sind, für lau!

Und zwar genau unter dem Terminal! Ich muss das schließlich wissen.

Sina

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4

Freitag, 12. November 2010, 23:20

Ja, Angie, Du weißt das - Parker müsste es eigentlich auch wissen, aber seine plumpe Werbung ist ihm offensichtlich wichtiger... :mööööööp:
Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind. (Kurt Tucholsky)

ElBuitre

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5

Mittwoch, 11. Januar 2012, 20:38

Und der Ausweis dürfte sicherlich der Schwerbehindertenparkausweis sein und denn den kommt man heutzutage nur ran wenn man wirklich im Rollstuhl sitzt. Behinderte mit einem Rollator o.ä. sind da wohl nicht betroffen!

6

Samstag, 14. Januar 2012, 00:09

Hallo,

ich sitze nicht immer im Rollstuhl, sondern komme meistens noch mit Rollator gut zurecht und habe letztes Jahr
das aG bekommen.

Eine Frau aus meiner Selbsthilfegruppe rief mich heute an und war total glücklich, weil sie gestern auch das aG bekommen hat.
Sie besitzt noch nicht mal einen Rollstuhl.

Ich glaube, es kommt immer auf die Krankheit an und auch viel auf den Sachbearbeiter.

LG
mäuschen

ElBuitre

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7

Samstag, 14. Januar 2012, 04:35

Man hat mir bei verschiedenen Änderungsanträgen immer wieder erklärt aG bekommt man nur mit Rollstuhl oder "appen" Bein!

Seit nun mehr als einem halben Jahr quäle ich mich mit Gefäßverengungen und -verschlüssen an den Beinen rum, mein Aktionsbereich ist nur noch knapp 100 Meter (bis zur nächsten Bushaltestelle ist es mehr als doppelt so weit).

Im Moment versuchen wir es bei meiner Mutter die auch ne Menge auf der Diagnoseliste hat und weder aG noch den Parkausweis light bekommt, der ja nun bundesweit möglich ist! Aber halt noch alle Beine dran hat und Rollator fährt! Ich nutze neuerdings nur den Gehstock!

Fuertemarie

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8

Samstag, 14. Januar 2012, 10:18

1.
Ja es liegt sehr viel am jeweiligen Sachbearbeiter, welche Buchstaben in dem Behindertenausweis eingetragen werden, ich würde mal sagen, aus Unwissenheit.
In NRW beatragte man diesen vor ein paar Jahren noch beim Versorgungsamt. Dies wurde jedoch an die Kommunen übertragen, und die haben zu 90% keine hauptamtlichen Behindertenbeauftragte.

2.
Es kommt bei der Beantragung des o.g. Ausweises auch auf den Inhalt der Arztpapiere (die man ja einreichen muss) an.
Wenn der Sachbearbeiter da nicht schlau raus wird, oder wenn das Handikap nicht genug beschrieben wird.

3.
Manchmal hilft auch der Schriftliche Einspruch zu einer Ablehung

Aber sagen möchte ich noch,
dass in den vergangenen Jahren, sagen wir mal in den 70er und 80er Jahren, sehr sehr grosszügig mit der Ausstellung eines Ausweises umgegangen wurde.

Es ist noch ein sehr langer Weg, bis zur Gleichberechtigung von Menschen mit einer Beeinträchtigung.
Lg

9

Samstag, 14. Januar 2012, 11:58

Man muss immer wieder einen Verschlechterungsantrag stellen.
Ich war sogar vor 3 Jahren vorm Sozialgericht und habe das aG dort auch nicht zugesprochen bekommen.

Letztes Jahr hatte ich wieder einen Verschlechterungsantrag gestellt, nur einen Arzt eingetragen ( den Arzt meines
Vertrauens ) und diesen darum gebeten, in den Bericht zu schreiben, dass ich wirklich so schlecht oder auch kaum laufen kann.
Er hatte wenig Hoffnung, wollte aber alles so schreiben.

Siehe da - das aG wurde gegeben !

Meine Bekannte hat auch nur einen Arzt angegeben, aber den noch nicht mal um den entsprechenden Bericht gebeten.
Es kam trotzdem.

Der Sachbearbeiter ist wirklich sehr sehr wichtig. Bei Ablehnung würde ich ihn vielleicht einfach mal anrufen und fragen,
ob er sich darüber bewusst ist, was er Euch damit antut und dass er Eure Lebensqualität verringert.

Ich wünsche allen viel Erfolg und Durchhaltevermögen.
Gebt nicht auf, kämpft weiter !

LG
mäuschen