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angie

Master Amigo

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1

Freitag, 20. August 2010, 19:34

Hamm: Gustav-Lübcke-Museum

Das Gustav-Lübcke-Museum hat seinen Ursprung im Jahr 1886. Die Motive die dazu führten, muten uns heute geradezu skuril an.

Im Zuge der in Europa grassierenden Ägyptomanie, bei der es in der großbürgerlichen Oberschicht als todschick galt, während eines Dinners oder einer Soiree eine Mumie auszuwickeln, wurde ein Verein gegründet. Der "Verein zum Erwerb einer Mumie". Um die nötigen finaziellen Mittel zusammenzubekommen, damit diese Mumie erworben werden konnte, wurden sogenannte Aktien verkauft.

Nachdem man nun über ausreichende Liquiditäten verfügte, nahm man Kontakt nach Kairo zu Emil Brugsch auf. Der war Ägyptologe, mit fragwürdigem Hintergrund und praktischerweise Konservator im Ägyptischen Museum in Kairo. Sein älterer Bruder ist der bekannte Ägyptologe Heinrich Brugsch.

Emil Brugsch besserte sich sein Einkommen auf, indem er Museumsstücke so lange außer Landes schaffte, bis im Auguste Ferdinand Francois Mariette, der Gründer des Ägyptischen Museums in Kairo, auf die Schliche kam.

Über Emil Brugsch konnte tatsächlich auch eine Mumie angeschafft werden. Diese Mumie bildete den Grundstein zu der Ägyptischen Sammlung, wurde aber während des 2. Weltkrieges zerstört.

Die Ägyptische Sammlung im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm ist eine der größten in NRW und bietet gelegentlich auch interessante Sonderausstellungen, so auch diesen Herbst/Winter. Vom 26. September 2010 bis zum 20. Januar 2011 zeigt das Museum etwa 120 Stücke aus öffentlichen und privaten Sammlungen zum Thema Echnaton und Amarna:

http://www.hamm.de/8500_17941.html

Besonders möchte ich hier auch den Bereich Museumspädagogik für Kinder und Jugendliche hervorheben. Seit 1999 wird in diesem Bereich ein breite Palette angeboten, beispielsweise als experimentelle Archäologie die Herstellung von Lehmziegeln.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »angie« (20. August 2010, 19:37)


Fuertemaus

Master Amigo

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2

Freitag, 20. August 2010, 22:08

Danke für den Tipp, Angie. Da wohnt man nun zwischen Dortmund und Hamm, praktisch nur ´nen Steinwurf entfernt - lach - und hat noch nie von diesem Museum gehört - schäm.
Aber dank Deines Beitrages werde ich mir die Ausstellung mal vornehmen - ist auch ´ne schöne Tour mit dem Rad am Kanal entlang .... im Sept./Okt. :wink2:
- Man muß lernen, Schmerz und Enttäuschung als Teil des Lebens zu akzeptieren -

angie

Master Amigo

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3

Freitag, 20. August 2010, 22:25

:dackel: Sehr gerne!

Ich hatte noch vergessen zu erwähnen, daß das Museum barrierefrei ist.

angie

Master Amigo

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4

Samstag, 25. September 2010, 14:46

Für die morgen beginnende Echnaton-Amarna-Ausstellung im Gustav-Lübke-Museum in Hamm gibt es auch ein Rahmenprogramm:

http://www.wa.de/nachrichten/hamm/stadt-…ung-932186.html

Ab dem 3. Oktober gibt es eine Zusatzausstellung zum Mitmachen im Kinder-und Jugendmuseum unter dem Titel:

"Zeichen und Zahlen - Schreiben und Rechnen wie die Alten Ägypter"

Tina11

Junior Amigo

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5

Sonntag, 26. September 2010, 11:49

Das Museum ist auch nur einen Steinwurf vom Bahnhof entfernt. (beim Rausgehen rechts halten)

Allerdings ist das Gebäude von 1993, da wurde der Neubau seinerzeit eröffnet. Das alte Museum wurde dann auch geschlossen. Nicht dass jemand denkt, das wäre ein historisches Gebäude, indem die Ausstellung stattfindet... :pfft:
Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen (Goethe)