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Sina

Master Amigo

Registrierungsdatum: 2. Dezember 2008

Beiträge: 10 917

21

Freitag, 2. Dezember 2011, 23:22

Am meisten interessieren mich jedoch die Menschen. Wie denken, fühlen, leben die Menschen in anderen Kulturen?


Genau das ist es - mich hat in Venezuela das Leben der Indios im Orinocodelta und auch die Gespräche mit ihnen sehr beeindruckt. Hunderte Kilometer bzw. mindestens eine Tagesreise mit dem Kanu entfernt von der "normalen" Zivilisation hatten sie ihre eigene Infrastruktur. Tauschten handgefertigte Souveniers am liebsten gegen Angelhaken und Kleinkram für die Kinder. Oder freuten sich über ein paar Tüten Maismehl und etwas Salz. Wenn man sieht, wie diese Menschen unter - für unsere Verhältnisse - primitivsten Bedingungen im Einklang mit der Natur leben, dann werden die eigenen Alltagssorgen und Luxusprobleme plötzlich ganz klein...
Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind. (Kurt Tucholsky)

Gwenhwyfar

Neu Amigo

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Beiträge: 25

22

Freitag, 2. Dezember 2011, 23:38

@ Sina,

Ich habe jetzt schon viele Beiträge von dir gelesen und festgestellt, dass du dich sehr häufig auf Venezuela berufst. Wenn ich keine entscheidenden Beiträge versäumt habe, warst du nur einmal dort vor 10 Jahren?!

Hut ab :tüte: (´nen smiley mit Hut gibts nicht, ich nehme dafür den mit Tüte ab *lach*) der Urlaub scheint dich sehr nachhaltig beeindruckt zu haben?! Falls ja, was würdest du sagen was es war, dass dich auch nach 10 Jahren noch sehr häufig an Venezuela denken lässt? (Sicherlich nicht nur die Geschichte mit dem Dieb, der dir das Auto geputzt hat und das, was du oben beschrieben hast... oder doch?)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gwenhwyfar« (2. Dezember 2011, 23:39)


Sina

Master Amigo

Registrierungsdatum: 2. Dezember 2008

Beiträge: 10 917

23

Samstag, 3. Dezember 2011, 08:29

Ich habe 1 1/2 Jahre in Venezuela gearbeitet. Ist ein bißchen was anderes als Urlaub - aber es hat nachhaltige Eindrücke hinterlassen. Es ist halt etwas ganz anderes als Europa.

Der entscheidenste Punkt war, daß die Menschen sich dort mit dem, was sie haben, zufriedengeben und das Beste daraus machen. Davon könnten wir uns eine kleine Scheibe abschneiden, denn eigentlich haben wir alles, was wir brauchen - und sind dennoch nie zufrieden, wollen immer mehr hmpf .
Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind. (Kurt Tucholsky)

NoDurians

Master Amigo

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24

Montag, 19. Dezember 2011, 16:26

Hermann Hesse über das Reisen: KLICK

Ganz schön aktuell, erstaunlich wenn man (am Ende) liest, wann Hesse den Artikel geschrieben hat. :kuller:


Der ganze Artikel ist äußerst lesenswert. Das Kernstück möchte ich hier nochmal zitieren, weil's mir so gut gefällt:

Die Poesie des Reisens liegt nicht im Ausruhen vom heimischen Einerlei, von Arbeit und Ärger, nicht im zufälligen Zusammensein mit anderen Menschen und im Betrachten anderer Bilder. Sie liegt auch nicht in der Befriedigung einer Neugierde. Sie liegt im Erleben, das heisst im Reicherwerden, im organischen Angliedern von Neuerworbenem, im Zunehmen unseres Verständnisses für die Einheit im Vielfältigen, für das grosse Gewebe der Erde und Menschheit, im Wiederfinden von alten Wahrheiten und Gesetzen unter ganz neuen Verhältnissen.

Dazu kommt das, was ich speziell die Romantik des Reisens nennen möchte: das Mannigfache der Eindrücke, das beständige heitere oder bängliche Warten auf Überraschungen, vor allem aber das Köstliche des Verkehres mit Menschen, die uns neu und fremd sind.

cuate

Master Amigo

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25

Montag, 19. Dezember 2011, 16:33

vor allem aber das Köstliche des Verkehres mit Menschen, die uns neu und fremd sind


:denk: :mööööööp:

NoDurians

Master Amigo

Registrierungsdatum: 28. November 2008

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26

Montag, 19. Dezember 2011, 17:06

Das war der Hesse, ich hab bloß zitiert. :hschein:

Bei "Verkehr mit Menschen" musste ich allerdings unweigerlich an den Highway Nr. 2 von Delhi nach Agra oder ans Mopedfahren in einer vietnamesischen Stadt denken. :smil1:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »NoDurians« (19. Dezember 2011, 17:07)


Tobi_as

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Beiträge: 3

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27

Montag, 19. Dezember 2011, 18:00

Hm, gute Frage :-). Reise ist soviel. Erholung, neue Eindrücke und neue Menschen, Spannung, Aufregung. Ich kann einfach wudnerbar abschalten, wenn ich morgens um 4 aufstehen und mich auf gen Flughafen mache. Dann ist alles gut. Dann kann ich alles hinter mir lassen. Am besten ist natürlich so weit weg wie möglich. Dann ist man auch nicht mal eben zu Hause :-).

dominikj

Amigoanwärter

Registrierungsdatum: 26. Oktober 2011

Beiträge: 7

28

Mittwoch, 28. Dezember 2011, 18:27

Ich habe vor kurzem eine sogenannte Partyreise mitgemacht und bin davon nicht 100 prozentig zufrieden...sicher, ich bin jung und feier gerne, aber wenn der ganze Urlaub darauf ausgelegt ist, dann braucht man leider anschließend "Urlaub vom Urlaub" und das arbeiten fällt noch schwerer...

Edit by Travelamiga:
Link entfernt, da 1. unnötig und 2. Verdacht auf Schleichwerbung

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Travelamiga« (28. Dezember 2011, 18:31)


Sonnenschein

Master Amigo

Registrierungsdatum: 5. Januar 2009

Beiträge: 1 336

29

Mittwoch, 28. Dezember 2011, 18:47

Unsere Reisen dienen zu allererst der Erholung vom Alltag und gleich danach dem Kennenlernen des bereisten Landes.. :thumbsup:
Warten auf den nächsten Urlaub Gypsophila 3 Wochen 10.Juni 2012 - 01.Juli 2012 :pfft: